Thomas Ehmke
Den Nutzen eines solchen Austauschs würden wir nicht generell bestreiten, sondern sicherlich kann man – –. Ich habe jetzt auch gerade einmal geschaut, da ist durchaus auch eine Reihe interessanter Städte mit interessanten Projekten vertreten. Wir schauen nur umgekehrt so darauf: Die Mitgliedschaft bringt ja nur etwas, wenn man dieses Netzwerk auch bespielen kann, also wenn man dann auch Ressourcen aufwenden kann, um sich dort auszutauschen, und das führt dazu, dass wir in regelmäßigen Abständen einfach einmal schauen müssen, in wie vielen Netzwerken wir denn so aktiv sind und welche die sind, die da in besonderer Art und Weise nutzbringend sind. Insbesondere, wenn wir relativ viele gleich gelagerte Austauschformate haben, müssen wir irgendwann eine Entscheidung treffen, was davon ist in besonderer Art und Weise lohnend, weil wir in regelmäßigen Abständen immer wieder angeschrieben werden, eingeladen werden, irgendwo Mitglied zu werden oder irgendwo mitzuwirken. Oft kostet das auch erst einmal gar kein Geld, und dann ist man in 1 000 Netzwerken Mitglied, aber kommt gar nicht dazu, da etwas zu machen, und dann bringt das ja auch nichts. Insofern ist das jetzt der Bewertungsprozess: Wir schauen uns das jetzt an. Ich kann durchaus nachvollziehen, dass der Vergleich mit Städten international noch andere Erkenntnisse bringt, als wenn man sich nur mit Achim und Oyten vergleicht, also insofern ist das gar kein Widerspruch gegen die These, dass die Erweiterung des Blickes neue Erkenntnisse bringen kann, nur wir müssen es eben auch leisten können.
