Sascha Karolin Aulepp
Sehr geehrte Frau Präsidentin, sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete, sehr geehrte Frau Abgeordnete Görgü-Philipp! Für den Senat beantworte ich die Anfrage wie folgt: Zu Frage 1: Im neuen Bildungsplan 0 bis 10 Jahre, der zum jetzt gestarteten Kita- und Schuljahr in Kraft tritt, wird das Thema Mobilität und Verkehr noch stärker in der Bildungskonzeption Sachbildung/ Sachunterricht verankert. Seit 2020 gibt es außerdem eine 30-Stunden-Stelle zur Koordination aller Aktionen rund um die Verkehrs- und Mobilitätserziehung, die von den Ressorts Inneres, Kinder und Bildung und Verkehr anteilig finanziert wird. Dadurch konnte unter anderem eine Website aufgebaut werden, die es den Schulen erleichtert, auf entsprechende Materialien oder Aktionen rund um das Thema Verkehrssicherheit zugreifen zu können. Zusätzlich gibt es seit September 2024 eine Festanstellung in der Verkehrsschule Bremen-Nord, um weiteren Kitas und Schulen das Roller- und Fahrradtraining zu ermöglichen. Die Anzahl der Schulen, die die beiden Verkehrsübungsplätze in der Vahr und Bremen-Nord besuchen, konnte seitdem kontinuierlich gesteigert werden. Auch das Angebot zur Nutzung des Rolli-Mobils, das temporär Fahrräder, Roller und Verkehrsübungsmaterialien an die Schulen bringt, konnte dadurch erweitert werden. Detaillierte Zahlen zur Entwicklung in den vergangenen fünf Jahren liegen der Senatorin für Kinder und Bildung zum Thema Verkehrserziehung nicht vor. Zu Frage 2: Grundsätzlich nehmen alle Grundschülerinnen und Grundschüler in der dritten oder vierten Jahrgangsstufe am Fahrradtraining teil, um diese Unterrichtseinheit mit einem Fahrradpass abzuschließen. Dazu gehört neben der theoretischen Schulung immer eine praktische Prüfung, die von den jeweiligen Kontaktpolizistinnen und -polizisten begleitet wird. Durch zunehmend fehlende Vorläuferfähigkeiten steigt die Zahl der Grundschulkinder, die den Fahrradpass nicht erhalten, weil das Theoriewissen oder das motorische Können nicht ausreichen, um sicher ein Fahrrad führen zu können. Deshalb wurde das Angebot eines Fahrradintensivtrainings in der ersten Woche der Sommerferien ausgebaut, sodass in diesem Jahr an sieben verschiedenen Standorten in Bremen und Bremerhaven insgesamt 210 Kinder an diesem Angebot teilgenommen haben. Zu Frage 3: Alle Grundschulen sind verpflichtet, in jeder Jahrgangsstufe Angebote in der Verkehrs- und Mobilitätserziehung durchzuführen. Deshalb üben alle Schulanfängerinnen und -anfänger, die Verkehrsregeln als Fußgänger einzuhalten und sich im Stadtteilverkehr sicherheitsbewusst zu verhalten. Zur Unterstützung bekommt jedes neue Schulkind eine Warnweste geschenkt. Es liegen der Senatorin für Kinder und Bildung darüber hinaus keine differenzierten Daten zur Auslastung von Angeboten auf Stadtteilebene vor. – So weit die Antwort des Senats!
