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Dr. Claudia Schilling

17.06.2025 Sitzungen 21/25

Sehr geehrte Frau Präsidentin, meine Damen und Herren! Für den Senat beantworte ich die Anfrage wie folgt: Zu Frage 1: Seit dem Start des Projekts „Housing First“ wurden insgesamt 23 Wohnungen bereitgestellt. Im Jahr 2022 kamen sechs Wohnungen von der BREBAU und eine von der GEWOBA. Hinzu konnten drei Wohnungen im Rahmen des Belegrechteprogramms angemietet werden. Im Jahr 2023 haben die BREBAU vier und die GEWOBA eine Wohnung zur Verfügung gestellt. Im Jahr 2024 sind fünf Wohnungen hinzugekommen, allesamt von der BREBAU. Im laufenden Jahr stehen bisher drei Wohnungen in der Bilanz, das sind zwei von der BREBAU und eine von der GEWOBA. Zu Frage 2: Die Wohnungen der Wohnungsbaugesellschaften befinden sich durchweg in einem guten Zustand, sie sind aber unterschiedlich ausgestattet. Grundsätzlich gehört eine Einbauküche nicht zur Standardausstattung einer Mietwohnung. Die individuelle Einrichtung der Wohnung ist Teil des sozialpädagogischen und alltagspraktischen Begleitprozesses, bei dem der Projektträger die Maßnahmeteilnehmenden unterstützt. Zu Frage 3: Mit den großen Wohnungsbaugesellschaften in Bremen besteht über das Projekt „Housing First“ hinaus eine sehr gute Zusammenarbeit. So stellen GEWOBA, BREBAU und auch die Vonovia regelmäßig Wohnungen für Menschen bereit, die von Wohnungslosigkeit betroffen sind. Dies schließt auch die große Gruppe der geflüchteten Menschen mit ein, die aus Übergangswohnheimen ausziehen wollen und können. Die Senatorin für Arbeit, Soziales, Jugend und Integration ist bestrebt, diese Kooperationen weiter auszubauen. Dabei nimmt sie verstärkt auch Privatvermieterinnen und -vermieter in den Blick, weil gerade Personen mit hohen Vermittlungshemmnissen am Wohnungsmarkt weitere Angebote benötigen und die Kapazitäten der Wohnungsbaugesellschaften begrenzt sind. Darüber hinaus werden weiterhin Wohnungen im Rahmen des Belegrechteprogramms eingeworben. Gesteuert wird die Wohnraumbeschaffung für diese Personengruppe systematisch aus der zentralen Fachstelle Wohnen und über Kooperationsstrukturen, die im Projekt „Housing First“ und anderen Begleitmaßnahmen angelegt und auf die Wohnraumakquise ausgelegt sind. – So weit die Antwort des Senats!

Alle Reden von Dr. Claudia Schilling Protokoll (PDF) ↗