Dr. Maike Schaefer
Sehr geehrte Frau Präsidentin, meine Damen und Herren! Ich will nicht so viel zur Verkehrsinfrastruktur sagen, das hat mein Kollege Herr Saxe schon gesagt, allerdings trotzdem noch eine kleine Ergänzung: 2007 wurde – Helmut Pflugradt hat es initiiert, ihm muss man danken – die FargeVegesacker Eisenbahn wiedereröffnet. Das ist ein Riesenplus in BremenNord, (Beifall SPD) und es wurde hinterher „Eine Stadt – ein Tarif“ und der 15-Minuten-Takt eingerichtet, also man kann nicht sagen, dass in den letzten Jahren gar nichts passiert sei. Mir geht es auch so, dass ich nach den Reden von Frau Hornhues und Herrn Schellenberg gedacht habe: Das hat Bremen-Nord und haben die Nordbremer nicht verdient, (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, SPD) dass man Bremen-Nord pauschal so schlechtredet. Es lohnt sich hier ein differenzierter Blick: (Abgeordneter Sven Schellenberg [Bündnis Deutschland]: Den haben Sie doch bekommen!) Es ist natürlich ein Unterschied, ob man in St. Magnus, in Lesum, in Schönebeck, in Aumund, in Alt-Vegesack, in der Weserstraße oder auch in Grohn wohnt, wo wir nämlich einen sehr guten Sozialindex haben, oder – und das gehört dann auch dazu – ob man in der Grohner Düne, in Marßel, in Lüssum oder in Teilen Blumenthals wohnt. Da gibt es aber Abhilfe: Das Sanierungskonzept für Blumenthal wurde gerade erwähnt. 21 Millionen Euro – das mag mir jetzt einmal gestattet sein, das ist 21-mal so viel, wie die Martinistraße gekostet hat – (Zurufe) sind in das Sanierungsgebiet hineingeflossen. Wir haben das Integrierte Entwicklungskonzept rund um die Grohner Düne. Wir haben gerade, weil es das Sanierungsgebiet gibt, in der George-Albrecht-Straße Immobilien angekauft. Also so zu tun, als ob diese Probleme nicht bekannt sind und nicht auch Lösungen angeboten werden, das finde ich nicht in Ordnung. Ich möchte auch über die Potenziale reden. Die Constructor University ist angesprochen worden. (Glocke)
