Dr. Ralph Baumheier
Der wesentliche Punkt, der dort Rückwirkungen auf das Verkehrsgeschehen haben wird, betrifft den ÖPNV, weil dort die BSAG dann auch mit ihren Straßenbahnen, die dann ja auch ein eigenes Gewicht auf die jeweiligen Brücken bringen, entsprechend auf das eine Nadelöhr Wilhelm-Kaisen-Brücke angewiesen ist. Dort ist eben auch das, was ich gerade allgemein gesagt hatte, auch für den ÖPNV gegeben, dass wir keine entsprechenden Ausweitungsmöglichkeiten haben, also mehr Querungsmöglichkeiten für Straßenbahnen oder Busse, sondern wir müssen mit dem vorliebnehmen, was wir derzeit sehen. Das hat konkret zur Konsequenz, dass die BSAG in dankenswerter Klarheit ein Konzept entwickelt hat, das die beiden Weserhälften bestmöglich bedient, aber die Querung zwischen den beiden Weserhälften, also über die Weser hinweg, da werden wir auch im ÖPNV relevante Reduzierungen haben, die sich zumindest auf den Berufsverkehr beziehen. Das ist die negative Botschaft. Die leicht positive Botschaft in aller Schwierigkeit – das habe ich auch schon in anderer Runde dargestellt – bezieht sich auf die Zeit, die ja auch zum Jahresende dann eine besondere ist mit dem Weihnachtsmarkt und sonstigen Situationen: Dort ist die BSAG in der Lage, den Regelfahrplan an der Stelle zu ermöglichen. Das ist sozusagen das leicht Positive in der gesamt schwierigen Situation, aber wir werden an anderen Tageszeiten durchaus relevante Einschränkungen haben, und das führt für die anderen Verkehrsträger dann auch entsprechend zu Umleitungsverkehren, die wir dann entsprechend ausschildern werden und so attraktiv wie möglich – aber das ist tatsächlich eine relative Aussage – gestalten müssen.
