Dr. Martin Hagen
Sehr geehrte Frau Präsidentin, meine Damen und Herren! Für den Senat beantworte ich die Anfrage wie folgt: Zu Frage 1: Insgesamt haben sich am DuoDay, der am 8. Juni 2023 stattgefunden hat, 45 Betriebe der privaten Wirtschaft und Einrichtungen des bremischen öffentlichen Dienstes beteiligt und gemeinsam 92 Praktikumsplätze angeboten. In den senatorischen Ressorts, ihnen zugeordneten Dienststellen sowie Eigenbetrieben, Gesellschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts wurden insgesamt von 19 verschiedenen Institutionen 41 Praktikumsstellen für den DuoDay bereitgestellt. Es handelte sich um Praktikumsplätze in unterschiedlichen Berufsbildern. So wurde zum Beispiel in der Universität Bremen ein Platz in der Tischlerwerkstatt angeboten. Die Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa hat insgesamt sieben Praktikumsplätze in den Bereichen Tourismusförderung, Arbeitsförderung und Gewerbe sowie im Europapunkt und im Zentralbereich angeboten. Die Justizvollzugsanstalt Bremen hat zwei Plätze in der Verwaltungsgeschäftsstelle vorgehalten. Im Bereich der Personalverwaltung standen Praktikumsplätze bei Performa Nord, beim Senator für Finanzen sowie bei der Bürgerschaftskanzlei zur Verfügung. Immobilien Bremen hat unter anderem Plätze im Bereich der Projektsteuerung und der Vermarktung angeboten, und auch im Amt für Soziale Dienste standen Praktikumsmöglichkeiten für drei Interessent:innen zur Verfügung. Auch beim Bürgertelefon Bremen bestand die Möglichkeit, ein Praktikum zu absolvieren. Zu Frage 2: Sowohl die Bewerber:innenansprache als auch das Bewerbendenmanagement wurden über ein zentrales Portal der Unternehmensverbände im Lande Bremen e. V. und den Verein für Innere Mission organisiert. Der Verein für Innere Mission hat auf Nachfrage mitgeteilt, dass Bewerbungsverfahren nicht stattgefunden haben, sondern die Praktikumsplätze nach der Reihenfolge der eingegangenen Bewerbungen vergeben wurden. Von den 41 Praktikumsstellen, die im bremischen öffentlichen Dienst angeboten wurden, wurden auf diesem Wege elf Stellen besetzt. Zu Frage 3: Der Senat bewertet den DuoDay sehr positiv und begrüßt das hohe Interesse der Dienststellen und Einrichtungen des öffentlichen Dienstes an der Teilnahme. Der DuoDay wurde von den Anleiter:innen, die Praktikumsplätze zur Verfügung gestellt haben, ebenfalls durchweg positiv bewertet. Eine erneute Teilnahme – idealerweise unter Erweiterung des Angebots – im Jahr 2024 ist geplant. Das eintägige Praktikum bietet die Möglichkeit, einen intensiveren Eindruck von den unterschiedlichen Aufgabenfeldern des öffentlichen Dienstes zu vermitteln. Bereits seit Jahren verfolgt der Senat das Ziel, mehr Diversität unter den Mitarbeitenden zu erreichen. Insbesondere das im Jahr 2020 durch den Senat beschlossene DiversityManagement-Konzept leistet hier einen wichtigen Beitrag. Die diversitätsbewusste Personalgewinnung ist ein zentraler Baustein des Konzepts, und Maßnahmen wie der DuoDay tragen dazu bei, die Freie Hansestadt Bremen als Arbeitgeberin, die vielfältige Beschäftigungsmöglichkeiten eröffnet, bekannter zu machen. Die Integrationsvereinbarung sieht im Rahmen einer Selbstverpflichtung neben der Erfüllung der gesetzlichen Beschäftigungsquote gemäß § 154 SGB IX von mindestens fünf Prozent eine Beschäftigungsquote von sechs Prozent vor. Diese wird regelmäßig erreicht. Daneben steht ein Pool für die Beschäftigung von Menschen mit Schwerbehinderung zur Verfügung, der dazu dienen soll, die Einstellung von besonders schwer betroffenen Menschen mit Schwerbehinderung zu fördern. Im Jahr 2022 wurden über diesen Pool 48 Menschen mit Schwerbehinderung beschäftigt. Ziel des Senats ist es weiterhin, die Arbeitsbedingungen so zu gestalten, dass der barrierefreie Zugang zum Arbeitsplatz und der Umgang mit den Arbeitsmitteln – Hard- und Software – gewährleistet ist. Die mit Wirkung vom 1. September 2023 in Kraft tretende Dienstvereinbarung Ortsflexibles Arbeiten wird unter anderem auch einen Beitrag leisten, insbesondere für Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, die Arbeitsbedingungen zu verbessern. – So weit die Antwort des Senats!
