Yvonne Averwerser
Sehr geehrte Frau Präsidentin, meine sehr geehrten Damen und Herren! Es wurde schon gesagt: Der Bildungsmonitor gibt uns mal wieder den letzten Platz, schon wieder oder immer noch. Auch wurde schon gesagt, dass die Zahlen nicht neu sind, sondern dass sie sich auf den IQB-Bericht beziehen. Da wissen wir, wie die Zahlen aussehen. Fast jedes zweite Bremer Kind verfehlt am Ende der 9. Klasse die Mindeststandards. Wir haben im Fach Lesen und Deutsch immer den letzten Platz. Das sind die Kernkompetenzen, und das führt dazu als Folge, dass 11 Prozent unserer Kinder die Schule ohne Abschluss verlassen. Das ist ein Befund. Dafür brauchen wir in der Tat nicht diese Arbeitgeberinitiative. Das eigentlich Bemerkenswerte an dieser Debatte ist aber eigentlich nicht mehr die Platzierung, sondern die Reaktion auf derartige Ereignisse. Ich habe mal ein bisschen geguckt. 2002, nach dem PISA-Schock. Senator Willi Lemke: „Ich bin überzeugt, dass wir es schaffen werden, in den kommenden Jahren das Leistungsniveau in unseren Schulen deutlich zu erhöhen.“ 2005, wieder Letzter: „Wir sind auf dem richtigen Weg.“ 2010, Senatorin Jürgens-Pieper, Platz 16: „Wir müssen Geduld haben.“ 2012, dieselbe Senatorin: „Wir sind auf dem richtigen Weg.“ 2013, Frau QuanteBrandt: „Enttäuschende Ergebnisse.“ 2016, Frau Bogedan: „Bildung ist ein Dickschiff. Veränderungen brauchen ihre Zeit.“ 2017 hatte sie noch mal die Chance und 2019 war auch diese Senatorin auf dem richtigen Weg. 2022,
