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Mark Rackles

26.08.2026 Sitzungen 21/36

Wenn Sie mich fragen, wie Lehrkräfte aktuell arbeiten, dann gehe ich davon aus, dass ein relevanter Teil von Lehrkräften auch am Wochenende arbeitet, freiwillig – kann man nicht anweisen, sondern freiwillig von der Arbeitszeitverteilung her. Wir haben uns entschieden, dass wir mit den Pilotprojekten die reale Arbeitsstruktur abbilden wollen und nicht die Kolleginnen und Kollegen hineinzwingen wollen, am Freitagabend oder am Montagmorgen zu buchen, dass man acht Stunden gearbeitet hat, hat dann aber weitere zwei oder vier Stunden am Samstag und Sonntag gearbeitet. Deswegen gehen wir in eine Erfassungsmöglichkeit in Absprache mit dem Personalrat, dass die Kolleg:innen Sonntagsarbeit auch erfassen können. Sie bekommen aber einen Warnhinweis – das gilt auch für Zeiten, die nächtlich sind, wo der Arbeitsschutz tangiert ist –, dass diese Eintragungen ein Verstoß gegen bestehende Arbeitsbestimmungen sind. Die Alternative wäre gewesen, dass wir uns da einfach durchdrücken und alle Beteiligten aber wissen, wie gearbeitet wird. Der Gedanke ist auch nicht, dass es ein Sonntagsarbeitsverbot gibt, sondern tatsächlich eine Pausenregelung, dass man am Stück – ich glaube, es sind 35 Stunden am Stück – Pause haben muss. Es kann theoretisch auch von Montag auf Dienstag sein. Deswegen ist es jetzt nicht zwingend die Sonntagsarbeit, aber die Sonntagsruhe ist natürlich etwas, was man generell vorhalten will. Das sind aber genau die Schlussfolgerungen, die wir tatsächlich 2027 aus diesem Pilot ziehen wollen, wo man dann diese Debatte führen muss: Was heißt das eigentlich? Das könnte auch heißen, dass man bundesgesetzlich was ändern muss am Ende des Tages, aber wir werden erst mal die Lösung für Bremen analysieren müssen. Das geht in die gleiche Richtung wie bei Herrn Voigt, dass man tatsächlich dann erst mal die Ergebnisse abwarten muss, um dann Schlussfolgerungen zu ziehen.

Alle Reden von Mark Rackles Protokoll (PDF) ↗