Mark Rackles
Wenn die Frage war, ob wir vorher uns Gedanken machen zu dem, was später passiert, dann machen wir das natürlich. Wir betrachten auch mit Interesse Studien wie beispielsweise in Sachsen, wo die Gauß’sche Normalverteilung der Überstunden und der Unterstunden im Ergebnis saldiert 0 ergibt, also im Kern finden keine Überstunden statt. Es gibt aber eine ganze Menge Menschen, die deutlich zu viel arbeiten. Es gibt eine Menge Menschen, die deutlich zu wenig arbeiten. Wie man damit umgehen wird, schulorganisatorisch und auch arbeitstechnisch, ob wir im Bereich Digitalisierung beispielsweise Effizienzen heben, indem die stark korrekturbelasteten Fächer entlastet werden können durch KI-Modelle zum Beispiel, ob wir in den Bereichen der Elternberatung – –, also wenn die Hauptbelastungen – das muss man aber erst feststellen – im Bereich des nicht unterrichtlichen Bereichs sind, auch ohne Vor- und Nachbereitung, dann sind das unterschiedliche Schlussfolgerungen. Am Ende wird man wahrscheinlich auch über Fragen der Entlastung, sowohl, was die Arbeit betrifft als auch was die Stundendeputate betrifft, reden müssen. Das ist auch die Hoffnung der GEW, aber sicher gesetzt ist da gar nichts. Das hängt tatsächlich davon ab, wie die konkrete Arbeitsstruktur und Arbeitsbelastung in Bremen und Bremerhaven ausgestaltet sind. Das müssen wir dann hier im Land entscheiden. Das wird aber tatsächlich erst nächstes Jahr erfolgen können auf Basis belastbarer Daten. Grundsätzlich nehmen wir aber mit großem Interesse Erkenntnisse, Studien und Befragungen zur Kenntnis. Das gab es zuletzt auch in Hamburg, und die ähneln sich im Kern, allerdings sind sie nicht gleich.
