bremische-buergerschaft.de ↗

Dr. Claudia Schilling

26.08.2026 Sitzungen 21/36

Sehr geehrter Herr Präsident, meine sehr geehrten Damen und Herren Abgeordnete! Für den Senat beantworte ich die Anfrage wie folgt: Zu Frage 1: Der Senat versteht den Landespflegebericht 2023 als zeitgemäße Weiterentwicklung. Die klassische Form des Altenberichts ist konzeptionell überholt; sie bündelte oft statistische Daten ohne direkten Mehrwert. Das Land Bremen braucht zielgerichtete, problemorientierte Analysen statt starrer Gesamtberichte. Der Landespflegebericht bildet die aktuellen, realen Problemlagen der Seniorinnen und Senioren im Land Bremen präziser und handlungsorientierter ab, als es eine Fortschreibung des alten Formats von 2007 vermocht hätte. Er umfasst auch die niedrigschwelligen Angebote der offenen Altenhilfe. Zu Frage 2: Über die amtliche Statistik, den integrierten Sozialberichtsraum und die Fachberichterstattung der Ressorts liegen verlässliche Daten zu Altersarmut, Mobilität und Wohnen vor. Die aktuelle Datengrundlage ermöglicht somit eine gezielte Sozial- und Altenpolitik für das Land Bremen. Dem Senat ist bewusst, dass sich der Detailgrad von Statistiken theoretisch immer weiter erhöhen lässt. Der aktuelle Erkenntnisstand erlaubt aber bereits jetzt eine gezielte Sozial- und Altenpolitik. Zu Frage 3: Die Erstellung eines neuen Altenberichts ist nicht geplant. Der immense personelle und finanzielle Aufwand für einen solchen Bericht steht in keinem sachgerechten Verhältnis zum zusätzlichen Erkenntnisgewinn, da die wesentlichen Daten bereits dezentral erhoben werden. Die ressortübergreifende Perspektive bleibt dennoch gewahrt: Auch der kommende neue Landespflegebericht wird in enger Kooperation zwischen den relevanten Ressorts erarbeitet. Diese Zusammenarbeit garantiert eine effiziente und ganzheitliche Abbildung der seniorenpolitischen Themen. – So weit die Antwort des Senats!

Alle Reden von Dr. Claudia Schilling Protokoll (PDF) ↗