Holger Fricke
Sehr geehrte Frau Präsidentin, meine Damen und Herren! Liebe SPD, vielen Dank für Ihre Aktuelle Jubelstunde zur erfolgreichen „Artemis II-Mission“! Denn auch Bremer Expertinnen und Experten trugen maßgeblich zum Erfolg der Mission bei. Bremen – City of Space, 140 Unternehmen mit rund 12 000 Beschäftigten arbeiten in Bremen an der Eroberung des Weltraums. In Ihrer Begründung schreiben Sie: „Es gilt, diese Rolle weiter aktiv zu stärken und weiterzuentwickeln.“ Wie gut das in Ihrer Koalition klappt, haben wir ja am Beispiel Horner Spitze erlebt. (Beifall BÜNDNIS DEUTSCHLAND – Abgeordneter Piet Leidreiter [BÜNDNIS DEUTSCHLAND]: Ja!) Dort wollte der erfolgreiche Bremer Satellitenbauer OHB neue Produktionsund Verwaltungsgebäude für 600 Mitarbeiter bauen. Doch kurz vor Abschluss der Verträge machten Ihre grünen Koalitionspartner dort eine Frischluftschneise aus. Außerdem stellte sich die Öko-Fraktion quer bei der Umsiedlung des Vereins „Kinder, Wald und Wiese“. Das angebotene Gelände am Unisee war den Grünen zu klein. Außerdem war das Ersatzgelände viel zu weit weg für die Kinder der treuen Schwachhauser Grünenwähler. Ihre Aktuelle Jubelstunde ist Augenwischerei. Dass Bremen so ein erfolgreicher Standort für Weltraumtechnologie ist, haben wir mit Sicherheit nicht unserer guten alten Tante SPD zu verdanken (Beifall BA-Gruppe) und garantiert auch nicht dieser technikkritischen Koalition. Das hier so bejubelte Airbus-Unternehmen ist ein internationaler Konzern mit vielen verschiedenen Niederlassungen. Die ziehen spätestens aus Bremen ab, wenn die Grünen mal wieder laut über die Schließung des Flughafens nachdenken. Und OHB wird in Teilen der Koalition ja eh als Pfui-BähUnternehmen angesehen, gerade jetzt, wo sich der Bremer Satellitenbauer mit dem Rüstungskonzern Rheinmetall zusammenschließt. Einen Brandnachschlag hat es auf OHB ja bereits gegeben, und die zugesagte Bebauung der Horner Spitze fiel grüner Klientelpolitik zum Opfer. Liebe SPD, Sie bieten da leider wenig Grund zum Jubeln. Ihre Aktuelle Stunde ist ein Versuch, sich mit unverdienten Federn zu schmücken. Doch leider ist dieser Versuch absolut durchschaubar. – Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit! (Beifall BA-Gruppe) Als nächster Redner der Abgeordnete
