Carmen Emigholz
14 Millionen sind viel, nehme ich definitiv ernst und jeder, der mich kennt, weiß das. Aber wissen Sie was, Herr Rohmeyer? Als die CDU mal hier in der Regierung war, gab es auch fantastische Projekte: 451 Millionen haben wir mal in einer Wirtschaftsförderungssitzung ausgegeben. (Zuruf Abgeordneter Jens Eckhoff [CDU]) Diese 451 Millionen könnten wir mal zurückrechnen. Da können wir mal überlegen, wie viele Pleiten wir gehabt haben, bis das alles lief. Wenn wir nach dem Vorbild gehen, haben wir ja noch ganz viel Zeit. Das finde ich gar nicht witzig, sondern ich finde, man lernt aus solchen Prozessen. Glauben Sie nicht, dass man versucht, eine Reißleine zu ziehen, wenn es wirklich nicht klappen sollte? Haben Sie mich jemals so kennengelernt, dass ich so luschig dastehe und so ein bisschen so und so mache und so, und Sie denken dann, das wird irgendwas? Das glauben Sie doch wohl im Ernst nicht, dass ich mich auf die Couch lege und dann warte, bis das alles niedergeht. Man muss präventiv, wenn man merkt, es läuft schief, eingreifen. Und man muss den Mut haben, das auch zu sagen. Aber was am Allergefährlichsten ist, wenn wir schon kein Geld fürs Marketing ausgeben wollen, Herr Humpich, und wenn das alles zu viel Werbeaufwand ist, dann sollten wir nicht die Negativwerber sein (Abgeordneter Ole Humpich [FDP]: Das muss man erst mal sparen, und dann kann man Geld ausgeben!) und dem Projekt keine Chance lassen. (Beifall SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Die Linke)
