Dr. Emanuel Herold
Sehr geehrte Frau Präsidentin, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Wir leben in unsicheren, herausfordernden Zeiten. Auch die neuen Auswirkungen des Iran-Krieges werden jetzt wieder zu einer Gefahr für unsere wirtschaftliche Entwicklung, die eigentlich trotz aller Herausforderungen im Lande Bremen ganz gut ist. Umso wichtiger ist es, dass wir in unsere wirtschaftsnahen Infrastrukturen investieren, und genau das tun wir – seien es Brücken, sei es der Energieknoten im Werderland, sei es der Einstieg in die Sanierung der Stromkaje oder die Sanierung im Kaiserhafen der Kaje für den Konverterbau. Auch in der Gewerbeflächenentwicklung gehen wir voran. Wir erweitern die Hansalinie und wir erschließen die Erweiterungsfläche auf dem Flughafengelände unter dem Titel Airport-Stadt-Süd. Was uns auch gelingt und was bedeutsam ist, denn es wird von Bundesebene politisch torpediert, und trotzdem ist es entscheidend für eine nachhaltige wirtschaftliche Zukunft: Wir gehen voran beim Aufbau der Wasserstoffwirtschaft. Der ECOMAT Hydrogen Campus in der Airport City ist heute schon mehrfach genannt worden. Ebenso wird Bremen an das Wasserstoff-Kernnetz angeschlossen über das Projekt Hyperlink; wir werden mit dem Seegangssimulator in Bremerhaven das Herzstück für das Wasserstofftestzentrum aufbauen; und Bremen ist seit kurzem Hydrogen Valley. Wir sind eines von 35 Hydrogen Valleys in ganz Europa, das einzige in Deutschland. Das ist ein großartiger Erfolg. (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, SPD, Die Linke) In der Hafenentwicklung haben wir natürlich auch die großartigen Nachrichten der Privatwirtschaft vernommen. Die Investitionen, die Maersk angekündigt hat, schlagen da ein wirklich neues Kapitel auf. In Bezug auf den EnergyPort, den der Kollege Bothen schon angesprochen hat, bleiben wir natürlich am Ball. Zugleich ist es so, dass mit der Frage des Marinestützpunktes sich neue Fragen stellen: Was kommt da auf uns zu? Wird Bremerhaven ein Standort für die Marine? Wenn ja, was bedeutet das dann für die Planungen zum EnergyPort? Denn wir als Grüne sind der festen Überzeugung, dass wir die Energiewendepotenziale, die wirtschaftlichen Potenziale, die dahinterstecken, für den Standort Bremerhaven nutzen sollten. – Vielen Dank! (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, SPD, Die Linke)
