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Heike Kretschmann

SPD 18.03.2026 Sitzungen 21/32

Frau Präsidentin, liebe Abgeordnete, liebe Gäste! Frühkindliche Bildung beginnt nicht erst in der Kita. Sie beginnt bereits dort, wo Kinder zum ersten Mal außerhalb der Familie Gemeinschaft erleben. In dem vorliegenden Haushalt „Kinder und Bildung“ investieren wir dort, wo sich Wirkung langfristig entfalten kann. Ich will dabei überhaupt nicht verhehlen, dass wir im Land Bremen da noch große Bretter, dicke Bretter zu bohren haben und vor großen Aufgaben stehen. Auch wenn sich die Betreuungslage in den Kindertageseinrichtungen durch den enormen Platzausbau der letzten Jahre, aber auch durch langsam zurückgehende Kinderzahlen verbessert, dürfen wir die Themen soziale Ungleichheit, Bildungsgerechtigkeit und Fachkräftegewinnung nicht aus dem Blick verlieren, und das werden wir auch nicht. (Beifall SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Die Linke) Denn um die Lebenssituation und die Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen, besonders aus sozial benachteiligten Familien, zu verbessern, halten wir an Sprachförderung fest, die den Grundstein legt für den schulischen Erfolg und die soziale Integration. (Beifall SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Die Linke) Quartiersbildungszentren schaffen hierbei sichere Orte für Kinder und sind wichtige Netzwerke auch für Familien. Sie ergänzen und begleiten Bildungskooperationen zwischen Kita und Grundschule, Grund- und Oberschule sowie Bildungseinrichtungen und Eltern. Sie erleichtern besonders Eltern mit geringen Deutschkenntnissen und weniger sozialer Anbindung den Zugang zu unseren Bildungssystemen. Sie sind eine wichtige Brücke zur Kita. Darum werden Planungsmittel jeweils für ein KuBiZ in Bremerhaven und in Bremen-Nord aus dem Haushalt von SKB zur Verfügung gestellt. (Beifall SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Die Linke) Das ist auch vollkommen richtig so. Denn in den Einrichtungen, die wir nun anschieben, erreichen wir Familien ganz niedrigschwellig. Hier geht es inhaltlich darum, voneinander und miteinander zu lernen und Verständnis füreinander zu entwickeln. Es geht um die Stärkung von Erziehungskompetenzen aber auch um Sprachförderung und ein gemeinsames Bildungsverständnis. Jede Investition in die frühkindliche Bildung zahlt sich später durch bessere Bildungschancen, höhere Erwerbstätigkeit und geringere Sozialausgaben aus. Deshalb arbeiten wir weiterhin am Ausbau der Kita-Infrastruktur und das natürlich in den Quartieren, in denen immer noch keine auskömmliche Platzanzahl geschaffen werden konnte. Wir setzen weiterhin auf die Gewinnung und Qualifizierung pädagogischer Fachkräfte, nicht zuletzt mit einer Veränderung des Ausbildungssystems und der integrierten Regelausbildung (InRA), die deutlich mehr Praxisnähe bieten wird, allen Kindern. (Beifall SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Wir wollen allen Kindern, und ich sage hier ganz bewusst noch mal, allen Kindern einen Kitaplatz anbieten – und das bereits ab dem dritten Lebensjahr. Das bleibt weiterhin unser Ziel. Denn das stärkt unsere Kinder auf ihrem Bildungsweg und macht letztlich auch das KinderBasiskompetenzjahr überflüssig. (Beifall SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Die Linke) Als Sozialdemokraten und Sozialdemokratinnen stehen wir für eine Politik, die vom Kind und den Familien her denkt. Gute Bildung beginnt bei den Jüngsten. Kitas stärken Kinder, unterstützen Eltern und fördern den Zusammenhalt in unseren Quartieren. Wer hier investiert, investiert in Zukunft. Bildungsgerechtigkeit und echte Bildungsteilhabe, unabhängig davon, wo ein Kind aufwächst, bilden somit weiterhin einen Schwerpunkt im vorgelegten Haushalt der Regierungskoalition. – Vielen Dank! (Beifall SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Die Linke)

Alle Reden von Heike Kretschmann Protokoll (PDF) ↗