Heiko Strohmann
Vielen Dank, Frau Präsidentin, sehr verehrter Kollege Stahmann! Ich wollte Ihnen das mal erklären, was wir damit meinen. Sie waren bei Rheinmetall und bei OHB, und die haben von sich aus gesagt: Wir wollen 300 Arbeitsplätze schaffen. Dann haben Sie gesagt: Was können wir da machen? Genau das ist nämlich Ihre verquere Meinung von Wirtschaftspolitik. Wir erwarten von Ihnen, dass Sie auf die Firmen zugehen und sagen: Was können wir für euch machen, um Arbeitsplätze zu schaffen? (Beifall CDU) Wir erwarten von Ihnen: proaktiv, nicht reaktiv. Das ist gute Wirtschaftspolitik. Sie sind ja älter, Sie könnten das ja noch mal – –, wüssten das ja noch mal: So war es mal in den Neunzigerjahren. Da ist man proaktiv auf die zugegangen. Aber was machen Sie? Sie diskutieren jahrelang über drei Ponys an der Horner Spitze und geben dann diesen Unternehmen eine Ohrfeige. Das sind Signale, weil Wirtschaftspolitik hat auch was mit Emotionen zu tun. Das ist das. Im Grunde genommen ist jetzt Ihre Wirtschaftspolitik Nutznießer von der geostrategischen Lage dieser Welt. (Zuruf SPD: Ooh!) Leider Gottes ist es so, ansonsten würde das ganz anders aussehen. Hätten wir die Rüstungsindustrie nicht, würde es ganz anders aussehen. Sie werden noch mal sehen, wenn wir nicht proaktiv Autoindustrie, Stahlproduktion – –, da haben wir massive Probleme. Darüber machen Sie sich jetzt auch keine Gedanken. Warten Sie bis Mercedes sagt: „Wir müssen das Werk schließen, weil wir das in Ungarn neu aufbauen“? (Glocke) Oder wie läuft das? (Beifall CDU)
