Torsten Klieme
Diese Auffassung teile ich ausdrücklich nicht. Ich fand, dass das Personalentwicklungskonzept, was wir 2023 übrigens erstmalig vorgelegt haben – es gab ja keine Vorläufer, jedenfalls keinen in diesem umfassenden Sinne – eine sehr gute Grundlage trotz der dargestellten Unsicherheiten in der Schülerzahlentwicklung geboten hat. Wir haben auch nachfolgend – das kann man auch aus den Maßnahmen ableiten – auf Grundlage dieses Konzeptes gewusst, zum Beispiel – ich mache mal ein prägnantes Beispiel –, dass wir mit den Zahlen, die die Universität und der Vorbereitungsdienst uns an grundständig ausgebildeten Lehrkräften zur Verfügung stellt, nicht auskommen werden, um unsere kurzfristigen Personalbedarfe zu sichern und haben deswegen Programme wie „Back to School“ aufgelegt. Wir haben aus dieser Erkenntnis unmittelbar reagieren können, übrigens sehr erfolgreich reagieren können. Sie haben das ja auch mitbekommen, wir haben es in der Deputation auch diskutiert, dass wir gerade im Bereich der Lehrkräfteversorgung, im Unterschied zu fast allen anderen Bundesländern, nicht nur deutlich Licht am Ende des Tunnels sehen, sondern durchaus aus dem Bereich der flächendeckenden systematischen Unterversorgung des Fachkräftemangels sehr kurzfristig herauskommen und zukünftig nur noch in bestimmten Schularten und bestimmten Fächern tatsächlich signifikante Bedarfe haben, die wir decken müssen und ansonsten in einen Bereich reinkommen, wo wir durchaus über eine Normalversorgung sprechen können und sagen können, der chronische Fachkräftemangel als systematisches Phänomen wird in Bremen nach unserer Prognose im nächsten oder übernächsten Schuljahr Geschichte sein.
