Torsten Klieme
Der Bereich der sonderpädagogischen Förderung und der Ausstattung mit Pädagog:innen ist ein total gutes Beispiel, weil da die Dynamik und Volatilität der Schülerzahlentwicklung besonders deutlich wird. Wir haben in den letzten Jahren nicht nur in Bremen, sondern bundesweit zum Beispiel im Bereich der Schüler mit dem Förderbedarf „Geistige Entwicklung“, wo wir einen besonderen, hohen Personalbedarf haben, eine Schülerzahlentwicklung gehabt, wenn man sich die Kurve anguckt, ist das keine dynamische oder sacht ansteigende Kurve, sondern das ist fast eine exponentiell ansteigende Kurve. Das hätte vor fünf Jahren niemand prognostiziert. Das hätte auch 2023 in dem Ausmaß niemand prognostizieren können, sodass Sie immer wieder Bereiche haben werden, wo Sie die Mittelfristigkeit der Personalversorgungskonzepte mit der aktuellen tatsächlichen Schülerzahlentwicklung in Übereinstimmung bringen können. Wenn wir uns nur auf diese mittelfristigen Prognosen verlassen würden, würden wir es wahrscheinlich nicht schaffen, ausreichend Lehrer und Lehrerinnen zu akquirieren. Deswegen muss man nachsteuern. Deswegen ist die Grundidee, dieses Konzept regelmäßig, am besten sogar jährlich zu aktualisieren, durchaus richtig. Ich glaube, das werden wir in Zukunft auch wieder hinbekommen. Wir haben in unserer Antwort jetzt nur auf die Ausnahmesituation verwiesen, die durch den Ukrainekrieg und die Zuwanderungsbewegung entstanden ist, die uns in einem Prozentsatz von 10 bis 15 Prozent Schülerzahlveränderungen gebracht haben, die wir zu dem Zeitpunkt der Prognose noch gar nicht berücksichtigen konnten.
