Ulrich Mäurer
Bitte nehmen Sie Platz! (Heiterkeit) Sehr geehrte Frau Präsidentin, liebe Kolleginnen und Kollegen! Ja, es ist so weit: Heute Abend um 24 Uhr ist Schicht im Schacht, dann endet meine Tätigkeit als Senator der Freien Hansestadt Bremen. Ich habe die Ehre gehabt, hier anzufangen vor vielen Jahren, ich glaube, es sind insgesamt 28 Jahre gewesen. In diesen Jahren habe ich viele Fragen beantwortet in dieser Bürgerschaft. Wir haben viele leidenschaftliche Debatten geführt. Manchmal war es etwas hart, aber ich hoffe, ich habe nie jemanden persönlich getroffen dabei. (Zurufe: Oh! – Heiterkeit – Zuruf Abgeordneter Frank Imhoff [CDU]) Lieber Herr Imhoff, doch so was, ja, zurückhaltend und diplomatisch, (Heiterkeit – Abgeordneter Volker Stahmann [SPD]: Harmoniesüchtig!) geradezu harmoniesüchtig. Gestehen Sie mir aber: Wenn Sie mir eingeschenkt haben, ich war ja auch immer bereit, dagegenzuhalten, und insofern verbinden uns viele Jahre. Es wäre möglich gewesen, dann morgen noch mal in die Bürgerschaft zurückzukehren als Alterspräsident der Bremischen Bürgerschaft, aber das wollte ich Ihnen nicht antun, weil ich hätte dann hinten in der letzten Reihe sitzen dürfen, und ich glaube, das sollte man der Jugend überlassen. (Heiterkeit – Abgeordneter Mustafa Güngör [SPD]: Wir hätten Sie auch in die vorletzte Reihe gesetzt!) Insofern, (Abgeordneter Jens Eckhoff [CDU]: Die SPD hätte sich gefreut!) wenn man einen Schnitt macht in meinem Alter, dann sollte man ihn auch richtig machen. Ich sage noch einmal herzlichen Dank an alle, die in diesen vielen Jahren dabei gewesen sind. Wir haben viele Koalitionen erlebt in diesen Jahren. Ich habe auch noch Zeiten erlebt, wo die SPD allein regiert hat. Das war auch nicht schlecht. Große Koalitionen, kleine Koalitionen, es war alles dabei. Ich glaube, dass wir auch hoffnungsvoll in die Zukunft schauen sollten. Es gibt immer Schwierigkeiten. Die Haushaltsprobleme haben mich zeitlebens begleitet. Wir hatten immer Probleme gehabt, Dinge zu finanzieren. Deswegen habe ich gestern mit Freude gesehen, dass der Senat noch einmal die Möglichkeit hat, Geld in die Hand zu nehmen, Dinge zu verbessern in dieser Stadt. Das gilt nicht nur für Inneres, sondern ich glaube, wir haben da auch die Notwendigkeit, uns um Bildung, um Gesundheit zu kümmern. Das sind ganz relevante Bereiche. In diesem Sinne sage ich noch einmal auch an alle, die ich vielleicht mal getroffen habe dabei: Das tut mir leid, es war nie persönlich. Ich habe das nie beabsichtigt. Verzeihen Sie mir das. Ich wünsche Ihnen allen schöne Feiertage und dass Sie gut in das neue Jahr kommen! – Herzlichen Dank! (anhaltender Beifall)
