Kristina Vogt
Sehr geehrte Frau Präsidentin, sehr geehrte Abgeordnete, sehr geehrte Damen und Herren, für den Senat beantworte ich die Anfrage wie folgt: Zu Frage 1: Der Senat sieht in dem von der BIS initiierten Projekt des „INNOSeglers“ als einem innovativen CO -freien Segel-, Fahrgast- und Forschungsschiff eine grundsätzlich gute Möglichkeit, um die technische Machbarkeit der Nutzung von Wind als Hauptantriebsquelle in der modernen Schifffahrt aufzuzeigen. Positiv hervorzuheben ist dabei, dass das Konzept darauf abzielt, den Wind auch im Fall ungünstiger Windrichtungen so nutzen zu können, dass eine möglichst umfassende Vortriebsleistung erzeugt werden kann. Zu Frage 2: Die Planungen zum „INNOSegler“ umfassen auf der Grundlage eines Sachberichts, der den Projektzeitraum vom 15. April 2021 bis zum 31. März 2023 abbildet, eine konkrete Beschreibung der Projektziele und des bisherigen Projektverlaufs. Zudem werden im Bericht die wesentlichen Planungsergebnisse und die erarbeiteten Planungsunterlagen dargestellt. Hinsichtlich der Kosten wird im Bericht Folgendes dargestellt: „Die Baukosten des „INNOSeglers“ betragen inklusive der Einrichtung einer Ausstellung über die Wissenschafts- und Museumslandschaft in Bremerhaven circa 84 Millionen Euro, wobei 80 Millionen Euro für das Schiff und weitere circa 4 Millionen Euro für die Projektdurchführung und - steuerung kalkuliert worden sind.“ Das Konzept zeigt die grundsätzliche Möglichkeit auf, dass ein solcher Prototyp für Forschungs- und Demonstrationszwecke im Bereich maritimer Technologien und klimaneutraler Antriebe genutzt werden könnte, etwa durch wissenschaftliche Einrichtungen, Hochschulen oder im Rahmen der maritimen Ausbildung. Dem bestehenden Konzept folgend können außerdem auch touristische Einsätze vorgesehen werden. Darüber hinaus ist ein Einsatz eines solchen Fahrzeugs auch zur Überwachung kritischer maritimer Infrastrukturen denkbar. Zu Frage 3: Der Senat hat die Erstellung des Konzeptes für das Projekt „INNOSegler“ als Vorhaben der Bremerhavener Gesellschaft für Investitionsförderung und Stadtentwicklung mbH (BIS) bis über die Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft, ehemals die Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität und Stadtentwicklung, aus dem Handlungsfeld Klimaschutz gefördert. Darüber hinaus bestehen derzeit keine weiteren Maßnahmen oder Finanzierungszusagen des Senats für den Bau eines Prototyps. Im bevorstehenden Doppelhaushalt sind keine Mittel zur Fortführung des Projekts eingeplant. – So weit die Antwort des Senats!
