Kathrin Moosdorf
Sehr geehrte Frau Präsidentin, sehr geehrte Abgeordnete! Für den Senat beantworte ich die Anfrage wie folgt: Zu Frage 1: Das Ziel der „Northwest Alliance“ ist es, einen gemeinsamen Forschungs- und Transferraum zu entwickeln und die internationale Sichtbarkeit der im Nordwesten gebündelten Spitzenforschung zu stärken. Die Universitäten in Bremen und Oldenburg möchten die Attraktivität und internationale Anziehungskraft der Region auf Studierende und Forschende aus aller Welt erhöhen. Unabhängig von Antragsmöglichkeiten und eventuellen Antragserfolgen in der aktuellen Exzellenzstrategie sollen exzellente Forschung, Lehre und Transfer vorangetrieben werden. Die „Northwest Alliance“ soll zudem die Kooperation zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft befördern. Zu Frage 2: Die „Northwest Alliance“ bildet einen Rahmen, der wissenschaftliche, wirtschaftliche und gesellschaftliche Akteure der Region zusammenbringt und deren Kooperationen strategisch fördert. Besondere Potenziale liegen darin, gemeinsame Forschungsverbünde im Nordwesten zu bilden, die die wissenschaftlichen Stärken der beiden Universitäten und der thematisch verbundenen außeruniversitären Institute in Bremen und Bremerhaven sowie Oldenburg bündeln und neue Synergien schaffen. Ein weiteres Ziel ist es, gemeinsam Graduiertenkollegs der DFG (Deutsche Forschungsgemeinschaft), DFG-Forschungsgruppen und Sonderforschungsbereiche zu beantragen. Die „Northwest Alliance“ bringt zudem die Stärken der Universitäten mit Unternehmen und Gesellschaft zusammen und hat besonderes Potenzial im Bereich des Transfers, der Wissenschaftskommunikation und der wissenschaftlichen Gründungen. Zu Frage 3: Thematisch ist die weitere Vertiefung der Forschung unter anderem im Bereich Meeres-, Polar- und Klimaforschung geplant, wofür exemplarisch das Exzellenzcluster „Ozeanboden“ steht. Im Bereich der Gesundheitsforschung soll die gemeinsame Verbundfähigkeit gestärkt werden. In der Energieforschung und hier insbesondere im Bereich der erneuerbaren Energien und Energiesysteme, wo es mit „ForWind – Zentrum für Windenergieforschung“ bereits eine etablierte Vernetzungsstruktur gibt, soll die Kooperation in Forschung und Transfer weiterentwickelt werden. Auf der Arbeitsebene gibt es darüber hinaus gute Anknüpfungspunkte in den Geisteswissenschaften, sodass hier auch ein Feld für einen künftigen Forschungsverbund liegen könnte. – So weit die Antwort des Senats!
