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Sascha Karolin Aulepp

26.03.2025 Sitzungen 21/21

Das ist richtig, Frau Abgeordnete. Sachsen hat das jetzt gemacht als Grundlage dessen, dass sie ihre Lehrkräfte beziehungsweise ein repräsentatives Sample ihrer Lehrkräfte befragt haben, ganz grob zusammengefasst: „Wie viel Zeit verbringst du eigentlich mit was?“. All die, die Untersuchungen wissenschaftlich machen, würden mich jetzt böse angucken; aber im Prinzip geht es darum, sie haben natürlich gesagt: Was gehört dazu und was gehört nicht dazu? Das ist ein wesentlicher Bestandteil dessen, über das wir uns jetzt auseinandersetzen. Ich weiß, es gibt an bremischen Schulen und auch in der Personalvertretung Leute, die sagen: Ist doch ganz einfach, man nimmt einen Zettel, schreibt morgens auf, wann man anfängt zu arbeiten, schreibt dann auf, wann man aufhört zu arbeiten, dann, wann man wieder anfängt zu arbeiten, und irgendwann ist man vor 24 beziehungsweise 0 Uhr fertig und schreibt dann einfach auf: Für heute fertig. Angesichts der Bandbreite der Tätigkeiten, die Lehrkräfte in Vorbereitung des Unterrichts, zur Ausgestaltung des Unterrichts im Austausch mit Kolleg:innen benötigen, ist es eben nicht so einfach. Die Kollegin Schopper aus Baden-Württemberg berichtete vom Vorsitzenden des dortigen Philologenverbandes, der sagte: Na ja, wenn ein Geschichtslehrer die „Tagesschau“ guckt, dann ist das auch Arbeitszeit! Da habe ich gedacht, ich halte das für Staatsbürger:innenpflicht – ohne Werbung für die ARD machen zu wollen, Entschuldigung. (Abgeordnete Ute Reimers-Bruns (SPD): Das „Heute-Journal“ gibt es ja auch!) Aber genau solche Fragen und Definitionen sind ja richtig, da sind wir im engen Austausch mit Sachsen. Das gehört natürlich auch dazu, wenn man eine Studie macht, dann will man ungern das, was intern ist, schon mal extern vermarkten. Aber in dem Arbeitsprozess, wie wir das ausgestalten, beziehen wir genau diese Definitionen ein und auch, wie viel SollArbeitszeit da eigentlich hinter stehen könnte. Übrigens wie auch die Hamburger Definition, die sehr unterschiedliche Stundenkontingente für bestimmte Bereiche je nach Fach zugrunde legt. Es ist eine schwierige Diskussion. Aber die werden wir jetzt führen müssen, genauso, wie sie die in Sachsen geführt haben.

Alle Reden von Sascha Karolin Aulepp Protokoll (PDF) ↗