Sascha Karolin Aulepp
Ich will noch gar nicht sagen, dass es gescheitert ist, weil das hieße ja, wir würden die Gespräche abbrechen und sagen: „Nein, bringt nichts und hilft nichts.“ Die Frage, wer eigentlich an dieser Stelle den längeren Atem hat bei der Frage: „Bin ich eigentlich verantwortlich für Kinder?“ scheint mir da auch durchaus eine Rolle gespielt zu haben. Wenn Krankenkassen sagen „Machen wir nicht, wollen wir nicht“, dann kommt keiner und sagt: „Aber liebe Krankenkasse, dann bist du ja schuld, dass das Kind nicht zur Schule gehen kann“, sondern dann sagen die Leute: „Die Krankenkasse will nicht, obwohl sie eigentlich müsste, aber die Bildungssenatorin ist schuld, dass das Kind nicht zur Schule gehen kann.“ Verstehen Sie mich nicht falsch, ich finde das eine total belastende Situation, dass Kinder nicht die notwendige medizinische Unterstützung bekommen seitens der Krankenkassen, die dafür zuständig sind und deswegen in ihrem gesellschaftlichen Leben und auch in ihrem Schulbesuch eingeschränkt sind.
