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Antje Grotheer

13.11.2024 Sitzungen 21/17

Als nächster Redner der Abgeordnete Holger Fricke. Abgeordneter Holger Fricke (Bündnis Deutschland): Sehr geehrte Frau Präsidentin, meine Damen und Herren! Kennen Sie KI-Witze? Hier zwei Beispiele: Treffen sich zwei Jäger im Wald, beide tot. Was ist rot und schlecht für die Zähne? Ein Ziegelstein. (Lachen FDP) Geht so. Auf dem Gebiet des Witzeerzählens ist für KI noch eine Menge Luft nach oben. (Beifall Bündnis Deutschland – Lachen CDU) Ernsthaft geht es bei der Großen Anfrage unserer Regierungskoalition zu: „KI an den Wissenschatstandorten Bremen und Bremerhaven“. KI wird von Experten als eine Revolution gesehen, (Abgeordneter Mustafa Güngör [SPD]: Ein bisschen mehr – –!) die unsere Gesellschaft noch mehr ändern und durcheinanderbringen wird, als das Internet. Aus der Antwort des Senats entnehmen wir, dass die Hochschulen und die Uni in unserem Bundesland beim Thema KI ziemlich weit vorn sind. Das begrüßen wir von der Fraktion Bündnis Deutschland. Allerdings stellt sich bei mir bei den Antworten auch die eine oder andere Frage. Bei der Bewertung des Senats wirken die Antworten im Großen und Ganzen recht positiv und recht optimistisch. Allerdings fehlen uns von der Fraktion Bündnis Deutschland konkrete Maßnahmen und Strategien zur breiten Implementierung und langfristigen Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit, ebenso bei der Frage nach europäischen und nationalen Fördermitteln. Dort fehlen uns genauere detaillierte Angaben zur langfristigen Sicherstellung der Finanzierung und zur strategischen Planung auch nach dem Jahr 2027. Interessant sind die bisherigen Forschungsprogramme an der Schnittstelle zwischen KI und Gesundheit. Da frage ich mich, ob die Erwartungen des Senats realistisch sind. Sind die aktuellen Forschungsprogramme tatsächlich in der Lage, die hochgesteckten Ziele zu erreichen, besonders in ihrer Praxistauglichkeit und in ihrer Wirtschaftlichkeit? Welche Herausforderungen kommen in der internationalen Zusammenarbeit auf uns zu, besonders mit Ländern, die eine niedrigere Wissenschaftsfreiheit haben als wir? Wie stellt die Universität sicher, dass internationale Kooperationen im Bereich KI ethisch und verantwortungsvoll gestaltet werden? Wie sieht es mit Transferstrategien der Bremer Hochschulen aus? Gibt es spezielle Programme oder Ressourcen, die darauf abzielen, KIForschungsergebnisse in marktfähige Produkte oder Dienstleistungen umzuwandeln? Wie will der Senat sicherstellen, dass die Einrichtung der Ethikkommission der Hochschule Bremen im Zusammenhang mit KI effektiv ist und ausreichend ausgestattet wird? Wir von der Fraktion Bündnis Deutschland mahnen allerdings an, dass ein zu strenger Datenschutz die Einführung innovativer Tools behindert. (Beifall Bündnis Deutschland) Meine Damen und Herren, eine umfassendere Bewertung der Bildungsangebote und eine gemeinsame offene Diskussion über deren Effektivität wäre dabei sicherlich sehr hilfreich. – Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit! (Beifall Bündnis Deutschland)

Alle Reden von Antje Grotheer Protokoll (PDF) ↗