Jörg Zager
Sehr geehrte Frau Präsidentin, liebe Abgeordnete, liebe Gäste hier im Hause als auch am Bildschirm! Die FDPFraktion hat ihre Große Anfrage mit der Überschrift „Stärkung der dualen Ausbildung Teil 1: Zustand und Entwicklung der Berufsschulen/beruflichen Bildungszentren in der Stadt Bremen“ eingebracht. Somit bezieht sich die Antwort des Senats auch vollständig, fast vollständig auf die Stadt Bremen. Ich vermute, dass noch eine zweite Große Anfrage eingebracht wird, sonst macht ja die Angabe „Teil 1“ keinen Sinn, und vielleicht spielen dann auch die Bremerhavener Berufsschulen eine größere Rolle in der Anfrage. Nun zur Großen Anfrage: Erst mal vielen Dank, liebe FDP-Fraktion, für den umfangreichen Fragenkatalog und an den Bremer Senat für die ausführlichen Antworten. Das Thema Schulstandortentwicklung für berufsbildende Schulen, insbesondere im Hinblick auf Campusperspektive und Raumkonzepte für zukunftsfeste öffentliche Berufsbildungsstandorte ist ein wichtiger Aspekt in der Weiterentwicklung unseres Bildungssystems. Es beinhaltet die Planung und Umsetzung von modernen Bildungseinrichtungen, die den Anforderungen der beruflichen Ausbildung gerecht werden und die Lernbedingungen für Schülerinnen und Schüler verbessern. Die Schaffung von Campusstrukturen kann dazu beitragen, verschiedene Bildungsangebote zu bündeln, Synergien zu schaffen und die Zusammenarbeit zwischen den Schulen und Unternehmen zu fördern. Die Entwicklung von zukunftsfesten öffentlichen Berufsschulstandorten ist entscheidend für die Sicherung einer hochwertigen beruflichen Bildung und die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft in unseren beiden Stadtgemeinden Bremen und Bremerhaven. Sie sehen also, ein hoher Stellenwert muss vorhanden sein. Die Ausstattung der Berufsschulen variiert je nachdem, welche Berufe hier ausgebildet werden. Alle Berufsschulen verfügen über Fachräume, Werkstätten und Klassenzimmer, die speziell auf die Anforderungen der jeweiligen Berufe zugeschnitten sind. Dazu gehören beispielsweise moderne Technik, Werkzeuge, Maschinen oder auch Laborausstattung, um den Schülerinnen und Schülern eine praxisnahe Ausbildung zu ermöglichen. Zudem sind die Berufsschulen oft mit Computern und anderen hochwertigen technischen Hilfsmitteln ausgestattet, um den Unterricht zu unterstützen. Zum Stand und zur Entwicklung der Berufsschulen und beruflichen Bildungszentren in der Stadt Bremen kann ich sagen, dass alle Bildungseinrichtungen kontinuierlich bestrebt sind, ihre Angebote noch weiter zu professionalisieren, um den Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler als auch der Wirtschaft gerecht zu werden. Alle haben ein Interesse an einer zeitgemäßen Ausstattung, an innovativen Lehrmethoden und einer zukunftsorientierten Ausbildung im beruflichen Bereich. (Beifall SPD) Daher wurden auch in den Jahren 2019 bis 2023 für die Ausstattung von Werkstätten, Laboren und sonstigen Praxisräumlichkeiten für die Berufsschulen zusätzliche Mittel in einem Gesamtumfang von 6,2 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Von der Gesamtsumme gingen auch 20 Prozent an die Stadtgemeinde Bremerhaven. (Beifall SPD) „Schulstandortentwicklung der berufsbildenden Schulen Teil B: Campusperspektiven und Raumkonzepte für zukunftsfeste öffentliche Berufsbildungsstandorte in der Stadtgemeinde Bremen“, so lautet der Titel der Vorlage, die im Juni 2022 im Ausschuss für berufliche Bildung, Ausund Weiterbildung als auch in der städtischen Deputation beraten und mit einem sehr positiven Ergebnis auf den Weg gebracht worden ist. Damit wurde der Grundstein gelegt für die Weiterentwicklung der berufsbildenden Schulen. Zum aktuellen Sachstand hat die CDU-Fraktion nachgefragt, und das wurde auch in der Sitzung der städtischen Deputation am 3. September in Berichtsform vorgelegt. Auch da kann man erkennen: Wir sind auf einem guten Weg. Letzte Woche hat der Ausschuss für berufliche Bildung, Ausund Weiterbildung sich auch mit den Stellenbesetzungen an den berufsbildenden Schulen beschäftigt. Dort wurde uns deutlich vorgetragen, dass der Generationenwechsel im Bereich der Fachlehre und Fachlehrer so gut wie abgeschlossen ist. Ja, das Thema Sonderpädagogik wurde auch dort angesprochen. Da gibt es noch Probleme, da müssen wir noch nacharbeiten, aber nach meiner Kenntnis ist das Ressort ganz viel dabei. Alles in allem ist für mich deutlich zu erkennen, dass die Umsetzung in Richtung zukunftsfester öffentlicher Berufsbildungsstandorte auf einem guten Weg ist, und das ist auch gut so. – Vielen Dank für die Aufmerksamkeit! (Beifall SPD, Bündnis 90/Die Grünen, DIE LINKE) Als nächste Rednerin erhält
