Torsten Klieme
Frau Präsidentin, sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete! Für den Senat beantworte ich die Anfrage wie folgt: Zu Frage 1: Die Senatorin für Kinder und Bildung betreibt im Rahmen des Service- und Betriebskonzeptes der pädagogischen IT-Infrastruktur der Schulen der Stadtgemeinde Bremen (SuBITI) ein zentrales Identitätsmanagement. (Vizepräsidentin Sahhanim Görgü-Philipp übernimmt den Vorsitz.) Hierbei erhalten alle Lehrenden und Lernenden automatisch ein ihrer Schule zugeordnetes SuBITI-Konto (Kombination aus Benutzername und Passwort). Die hierfür erforderlichen Daten (Name, Schulzugehörigkeit) werden von den Schulen in der einheitlichen Schulverwaltungssoftware der Senatorin für Kinder und Bildung, dem sogenannten Schülerverzeichnis, gepflegt und automatisch in einen zentralen Verzeichnisdienst übertragen. Der Verzeichnisdienst gewährt den Anwender:innen anschließend Zugriff auf das WLAN und die PCs der Schule sowie die zentralen Dienste im Bildungsnetz, wie zum Beispiel „itslearning“. Die Initialpasswörter der Schüler:innen werden durch die Lehrkräfte gesetzt und bekanntgegeben. Diese müssen dann bei der ersten Anmeldung durch ein persönliches Passwort ersetzt werden. Passwortänderungen sind jederzeit durch einen Selfservice möglich. Passwortrücksetzungen können bei Bedarf von Lehrkräften durchgeführt werden. Somit müssen sich sowohl die Schüler:innen als auch die Lehrkräfte nur ein Passwort merken und können damit alle angebotenen Dienste nutzen. Warum ein sicheres Passwort wichtig ist und wie man ein solches erstellt, ist bereits in der Grundschule ein Thema im Unterricht. Die Senatorin für Kinder und Bildung hat hierzu Lehrkräftefortbildungen und Unterrichtsmaterialien im Portfolio. Zu Frage 2: Die Funktion würde sich nicht auf den zentralen Verzeichnisdienst auswirken und ist deshalb schon technisch nicht möglich. Wenn die Passwörter nicht zentral geändert werden, würden sich die Lernenden aus einzelnen Diensten quasi selbst aussperren. Die Schüler:innen müssen deshalb entweder den Passwortänderungsdialog der Windows-Anmeldung am Schul-PC oder den Passwort Self-Service nutzen. Des Weiteren hat jede Lehrkraft die Möglichkeit, Passwörter von Lernenden zurückzusetzen. Dies ist in den Schulen bekannt und wird auch so gehandhabt. Zu Frage 3: Der Senatorin für Kinder und Bildung sind keine Fälle von geknackten Passwörtern bekannt. Jedoch werden gelegentlich Passwörter erraten oder ausgespäht. Durch das zentrale Account-Management können solche Missbrauchsfälle, so sie denn vorkommen, allerdings schnell und effektiv unterbunden werden, da sich ein Passwortwechsel sofort auf alle Dienste auswirkt und der Verursacher damit wirksam ausgesperrt wird, was den Missbrauch augenblicklich beendet. – So weit die Antwort des Senats!
