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Claudia Bernhard

17.04.2024 Sitzungen 21/11

Abgeordnete, meine Damen und Herren! Für den Senat beantworte ich die Anfrage wie folgt: Zu Frage 1: Beim sogenannten Hot-Chip und ähnlichen scharfen Chiliprodukten handelt es sich um Produkte, die übermäßig viele Capsaicinoide enthalten. Oft ist die Dosis des in einem Produkt enthaltenen Capsaicins nicht bekannt. Die Auswirkungen des Konsums können unterschiedlich ausfallen. Laut Bundesamt für Risikobewertung wird in Einzelfällen eine notärztliche Behandlung notwendig. Der Konsum kann unter anderem zu Schleimhautreizungen, Übelkeit, Erbrechen und Bluthochdruck führen. Von dem Konsum von Hot-Chips und ähnlichen scharfen Chiliprodukten ist daher abzuraten. Zu Frage 2: Aus den Daten der rettungsdienstlichen Zuweisungen der letzten zwei Jahre lassen sich im Jahr 2023 zwei Fälle ermitteln, welche aufgrund der Freitextangaben einen Rückschluss auf den übermäßigen Konsum von scharfen Chilisaucen oder dem Hot-Chip zulassen. Es handelt sich um Fälle im Erwachsenenalter. Bei der Betrachtung der Daten ist zu berücksichtigen, dass Freitextangaben nicht für alle Fälle vorliegen. Fälle von etwaigen Betroffenen, die selbstständig ein Krankenhaus aufsuchen, sind in den untersuchten Daten nicht enthalten. Zu Frage 3: Aufgrund der gesundheitlichen Risiken des Hot-Chips haben sich einige Länder zum Erlass einer Allgemeinverfügung entschlossen, die die chargenunabhängige Entnahme des Produkts aus dem Handel erzielen soll. In Anbetracht der bisherigen Entwicklung und unter Auswertung der gewonnenen Informationen wurde von der senatorischen Dienststelle entschieden, ebenfalls eine Allgemeinverfügung für das Land Bremen zu erlassen. Der Erlass einer Allgemeinverfügung führt jedoch nicht zwingend dazu, dass das Produkt nicht mehr angeboten wird, und entlastet die Behörde nicht von der weiteren Beobachtung des Marktes. Derzeit wird die Überwachung durch Rückrufaktionen für das Produkt ausgeübt und das Portal „Lebensmittelwarnung.de“ genutzt, um auf die Rückrufe öffentlich hinzuweisen. – So weit die Antwort des Senats!

Alle Reden von Claudia Bernhard Protokoll (PDF) ↗