Sina Dertwinkel
Vielen Dank, Frau Präsidentin! Ich steige auch direkt wieder ein, damit wir heute Abend alle pünktlich den Pinguins die Daumen drücken können. (Beifall) Endometriose ist eine Herausforderung, die auf jeden Fall mehr Aufmerksamkeit und Verständnis verdient. Es ist an der Zeit, das Stigma zu brechen und offen über diese Erkrankung zu sprechen. Frauen mit Endometriose verdienen nicht nur Mitgefühl und Verständnis, sondern auch Unterstützung von der Gesellschaft, der Medizin und der Forschung. Jetzt komme ich zu den Anträgen: Endometriose ist eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung und nicht nur eine bremische. Wir sehen den akuten Handlungsbedarf, wie ich gerade ausführte, aber halt nicht ausschließlich in Bremen. Wir hätten uns gewünscht, Sie – und da nehme ich die SPD und die Grünen mit in die Verantwortung – hätten unserem Antrag auf Bundesebene zugestimmt (Beifall CDU) und hätten sich für einen deutschlandweiten Ausbau von Kompetenz, Forschung und der dafür erforderlichen Infrastruktur und natürlich auch der dafür erforderlichen finanziellen Mittel eingesetzt. Für uns macht es nämlich null Sinn, wenn jedes einzelne Bundesland – –. Und die FDP hat den Antrag ja in vielen Bundesländern jetzt so parallel gestellt, den wir hier auch vorliegen haben. Für uns macht das überhaupt keinen Sinn, wenn jedes einzelne Bundesland da irgendwie sein eigenes Süppchen kocht. Für uns gehen frauenspezifische Krankheiten über den Unterleib der Frau und über Endometriose hinaus, auch wenn Endometriose ein ganz, ganz wichtiger Teil und Bestandteil dessen ist, und wir müssen Frauengesundheit im Ganzen mehr in den Fokus rücken. (Beifall CDU) Da geht uns auch der Koalitionsantrag nicht weit genug. Also Zusammenfassung: Wir lehnen den FDP-Antrag ab und werden uns beim Koalitionsantrag enthalten. – Vielen Dank! (Beifall CDU)
