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Ute Reimers-Bruns

SPD 17.04.2024 Sitzungen 21/11

Sehr geehrte Präsidentin, sehr geehrte abgeordneten Kolleg:innen und sehr geehrte Gäste! Ich hatte ja angekündigt, dass ich noch etwas über das Ungleichgewicht in der medizinischen Behandlung von Frauen gegenüber Männern erwähnen werde. Ich möchte es aber auch nicht versäumen, dass ich noch mal wiederhole, dass wir von der SPD-Fraktion, aber ich kann es auch von allen Koalitionären, denke ich, sagen, froh sind, dass die FDP dieses Thema gesetzt hat. Dafür danken wir Ihnen sehr! (Beifall FDP) Wir sagen ja nur, dass die eine Ebene im letzten Jahr keinen Erfolg hatte. Das war einmal, was Frau Dertwinkel sagte, der Antrag der CDU, aber wie eben gehört, gab es dazu auch einen sehr guten Antrag der Fraktion DIE LINKE im deutschen Bundestag, aber beides hat dann doch keine Mehrheit bekommen. Deswegen gibt es diese Nationale Strategie Endometriose nicht. Wir sind jetzt der Ansicht, wir heben das noch mal auf eine ganz andere Ebene und sagen: Endometriose ist ein Feld, das subsummiert darunter liegt, unter dem, was wir eigentlich wollen, dass wir eine vernünftige Forschung wollen, eine vernünftige Gesundheitspolitik, die die Frauen und eben auch Menschen mit Gebärmutter nicht mehr diskriminiert beziehungsweise in den Fokus nimmt, und dass nicht mehr einfach bagatellisiert wird. (Beifall SPD) Ob es sich um die Diagnostik eines Herzinfarktes, um die Vorsorge bei Stoffwechselerkrankungen oder um die angepasste und richtige Medikation von lebenswichtigen Arzneimitteln handelt: Immer werden in Deutschland Eckdaten einer Durchschnittsperson als Vergleich herangezogen, und diese Durchschnittsperson, wir haben es gehört, ist männlich, circa 1,80 Meter groß und circa 75 Kilogramm schwer. Dabei werden Besonderheiten für Frauen und darüber hinaus auch für trans- und intergeschlechtliche Personen, die zum Beispiel eine Gebärmutter haben, vielfach übersehen oder missachtet, was teilweise gravierende Folgen hat: Fehldiagnosen, falsche Medikation und vermeidbare Todesfälle bei den Betroffenen. Während sich die Gesundheitsversorgung in Deutschland insgesamt immer weiter verbessert, bleiben weibliche Körper in der Medizin, Pharmazie und in der Wissenschaft unterforscht. Damit sich das ändert, haben wir einen eigenen Antrag eingebracht, der bereits in der Pipeline war, aber durch die Endometriose-Thematik ganz nach vorn gespült wurde. Denn auch hier besteht besonderer Handlungsbedarf, da nur Frauen sowie trans- und intergeschlechtliche Personen davon betroffen sein können. Dieses Krankheitsbild ist durchweg unterforscht. Das führt dazu, dass weder Ärzt:innen noch Patient:innen ausreichend über Endometriose aufgeklärt sind. Um die Ursachenforschung für Endometriose und andere Krankheitsbilder, die vor allem oder ausschließlich Frauen und Menschen mit einer Gebärmutter betreffen, voranzubringen, brauchen wir eine Finanzierung der Forschung, Bewusstseinsschärfung in der Gesellschaft sowie in der Ausbildung von Mediziner:innen und eine gesundheitliche Vorsorgearbeit, die geschlechter- und gendersensibel ausgerichtet ist. Ich werbe daher für die Unterstützung unseres koalitionären Antrags, da er eine grundlegend geänderte Herangehensweise an die Erforschung von Krankheiten ohne eine geschlechtsspezifische Datenlücke fordert und damit über den FDP-Antrag hinausgeht. – Vielen Dank! (Beifall SPD, Bündnis 90/Die Grünen) Als Nächste erhält das Wort die

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