Sascha Schuster
Frau Präsidentin, sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen! Wir sprechen hier über Umschlagseinbußen im Hafen. Ich möchte zunächst einmal ein Lob loswerden – das kommt ja nicht so oft vor, dass hier jemand gelobt wird –, und zwar möchte ich doch unsere Wirtschaftssenatorin und Hafensenatorin Kristina Vogt einmal für ihren Einsatz loben, den sie in ihrer Zeit, seit sie das Amt ausübt, bisher geleistet hat. Ich glaube, das ist nicht so ganz selbstverständlich und das, was ich weiß und gehört habe, ist eine Menge. Sie gibt auch viel Auskunft im Ausschuss, jedenfalls haben wir im letzten Ausschuss einiges erfahren. Sicherlich erfährt man auch was, das nicht so erfreulich ist, wenn wir an die Drehbrücke, die wurde ja heute hier auch schon erwähnt – –. Ich glaube, Frau Senatorin, acht Jahre waren es, die da eine Rolle spielen, diese Zahl – –. Dann ist das natürlich eine lange Zeit, aber ich sage auch, da muss man beigehen, dass es schneller wird. Dann: Wir wollen in Bremerhaven ja auch vorankommen, sage ich mal, und wir sehen, dass einiges nicht so läuft. Wir haben Rückschläge im Automobilbereich, im Containerbereich. Man muss auch immer gucken, wir haben schon ein bisschen was gehört, Herr Professor Dr. Hilz, Sie haben zwar eben gesagt, Russland ist nicht so ganz groß, diese Unterschiede, aber es spielt natürlich schon dieser Angriffskrieg eine Rolle, und der wirkt sich auf unsere Häfen auch aus. Wenn man zum Beispiel im Automobilbereich das Ganze sieht, sicherlich sind da die Zahlen auch rückgängig, aber wir müssen auch mal gucken, wir haben große Konzerne hier in Deutschland, mit Mercedes und VW und wie sie alle heißen, BMW. Man muss da aber auch gucken: Was fehlt da eigentlich? Wenn wir da mal am Hafen gucken, dann fehlten eine ganze Zeit lang Stellplätze. Wie viele Autos stehen jetzt zum Beispiel, die eigentlich auf dem Automobilterminal stehen sollten, zum Beispiel teilweise auf dem Containerterminal? Das heißt, wir hatten viel zu wenig Platz auf dem Autoterminal. Das Weitere müsste man dann auch mal beschauen: Sie müssten sich mal den Automobilterminal genauer anschauen. Wenn ich da Chef von zum Beispiel Mercedes oder BMW oder VW wäre, auf was für einem Acker die da teilweise stehen, da muss man sich dann nicht wundern, dass vielleicht auch mal irgendwo gesagt wird: „Ich gehe dann lieber woanders hin.“ Das ist immer die eine Sache. Ich glaube aber auch, dass es trotz dieses Rückschrittes im Moment, die Zahlen die rückläufig sind, dass es auch wieder aufwärtsgeht. Denn wir haben ja auch gehört, das China-Geschäft zum Beispiel, wir haben jetzt ja jede Menge Autos, die aus Asien hier angeliefert werden, mit großen Autoschiffen, mit neuen Autoschiffen. Das ist ja etwas Positives. Wir müssen aber weiterhin daran arbeiten, dass unsere Häfen lebendig bleiben. Dazu gehört auch, ich sage es noch mal, ganz besonders auch an die SPD, die Weservertiefung. Ich glaube, darum kommen wir nicht mehr herum. Das muss einfach geschehen. Es muss die Kajensanierung vorangehen, dass dort vernünftig gearbeitet wird. Wir haben eben auch gehört, das Kreuzfahrtterminal, da ist ein Plus zu verzeichnen, und wir sehen ja auch, wenn die Touristen in Bremerhaven ankommen, zum Beispiel ab Bremerhaven abfahren oder auch wieder ankommen, die nutzen auch die Stadt. Dort ist auch richtig investiert worden. Es ist richtig, in das Columbus-Terminal zu investieren, und das muss auch weiterhin der Fall sein. Wir sind also alle ganz besonders aufgefordert, dass wir Gelder vom Bund kriegen, aber auch das Land muss sich darum bemühen. Wir und auch Sie, Herr Professor Dr. Hauke Hilz, sitzen ja auch mit in Bremerhaven zum Beispiel in der Regierung, auch Sie könnten sich mal ein bisschen bemühen, etwas voranzubringen. Das wird meines Erachtens in Bremerhaven selbst, in der Stadt zu wenig getan. Des Weiteren möchte ich noch mal darauf zurückkommen: Sicherlich ist die Digitalisierung und Automatisierung wichtig, aber Sie können ja vielleicht auch mal sagen, dass damit Arbeitsplätze verbunden sind. Wo sollen denn diese Arbeitsplätze eigentlich bleiben, die dort alle wegfallen? Wir wissen das Ausmaß noch nicht, das kann man jetzt sicherlich noch nicht abschätzen, aber das bringt auch Probleme mit sich. Das wird vielleicht noch ein paar Jahre dauern, bis das alles fertiggestellt ist, aber irgendwann kommt das. (Abgeordneter Prof. Dr. Hauke Hilz [FDP]: Wenn keine Schiffe mehr kommen, gibt es auch keine Arbeitsplätze mehr!) Ja, sehen Sie, damit gehen Sie locker um. Ich mache mir darüber schon Gedanken und die meisten Hafenarbeiter machen sich darüber auch Gedanken. Wenn Sie denen so begegnen, dann werden die nicht so erfreut sein. Wir arbeiten gemeinsam daran, dass Bremerhaven und natürlich auch Bremen lebendige Häfen bleiben. Da können wir auch nicht nur – –, oder hier wurde ja eben schon gesagt: „Da müssen wir mal gucken, ja, alle Häfen.“ Nein, es geht um die bremischen Häfen, so habe ich das jedenfalls gelesen und verstanden, dass wir hier bei uns gucken. Wir müssen hier vorankommen, deshalb müssen wir alle gemeinsam daran arbeiten. Dazu gehört es auch, dass noch ein paar Gelder hierherkommen. – Danke schön!
