Sascha Karolin Aulepp
Sehr geehrte Frau Präsidentin, meine sehr verehrten Damen und Herren Abgeordneten! Hier wird ein wichtiges Anliegen debattiert auf der Grundlage eines Antrags der FDP-Fraktion, nämlich zu erreichen, dass es im Land Bremen weniger Menschen gibt, die nicht lesen und schreiben oder jedenfalls nicht sinnentnehmend lesen und schreiben können. Das ist ein wichtiges Ziel, das ist in dieser Debatte hier noch mal deutlich geworden, und ich darf und möchte für den Senat an dieser Stelle auch noch mal sagen: Das ist ein extrem wichtiges Ziel, um allen Menschen gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen. (Beifall SPD, Bündnis 90/Die Grünen, DIE LINKE) Es sind hier jetzt auch schon viele und vielfältige Maßnahmen angesprochen worden. Es ist auf das Rahmenkonzept eingegangen worden, es ist darauf eingegangen worden, dass es eine regelmäßige Berichterstattung gibt. Deswegen versuche ich, mich an diesen Stellen nicht zu wiederholen. Einen Punkt vielleicht noch: Auch dem Senat und auch mir als Senatorin für Kinder und Bildung ist es wichtig, dass wir fokussieren und uns konzentrieren, auch und gerade auf die Angebote der Alphabetisierung und Grundbildung. Auch die Bremer Volkshochschule und auch die Volkshochschule Bremerhaven machen da gute und richtige und sinnvolle und wertvolle Angebote. Von daher kann ich Ihnen an dieser Stelle versichern, dass der Fokus des Senats auf Grundbildung und Alphabetisierung an dieser Stelle erhalten bleibt. Das Land Bremen ist Partner der Alphabetisierungsdekade, die ist 2016 losgegangen und wird bis 2026 laufen. Ich fürchte, dass mir in der Prognose, dass wir damit nicht am Ziel sind und die Notwendigkeit weiterer Alphabetisierung, dass wir dieses Ziel erreicht haben werden – –, möglicherweise wird es eine weitere Alpha-Dekade geben. Jedenfalls wird der Senat auch 2026 nicht aufhören, an dem Ziel zu arbeiten, dass mehr und möglichst alle Menschen sinnentnehmend lesen und schreiben können. Was alles schon getan worden ist, ist schon erwähnt worden, auch der Hinweis auf den regelmäßigen Bericht. Da möchte ich mich bei Frau Grönert bedanken, die hat das gerade als Allererste hier in die Debatte eingebracht und gesagt, da steht schon viel Gutes drin, nicht nur im Rahmenkonzept, was wir vorhaben, sondern auch in den Punkten, die wir im Rahmenkonzept schon umsetzen. Auf die Servicestelle Grundbildung und Alphabetisierung ist schon eingegangen worden, auf ihre vielfältigen Beratungs- und Informationsangebote und auch auf die Entwicklung neuer und niedrigschwelliger Lernformate, was ja auch was mit Schwellenangst zu tun hat. Es ist gerade auch noch mal im zweiten Redebeitrag von Herrn Professor Hilz auf die Frage des Gaming und der Digitalisierung, technologiebasierte Lernformate eingegangen worden, weil es – und das haben Sie ja hier auch noch mal hervorgehoben – viele Menschen gibt, die Zugänge zum Internet nutzen durch Smartphones, obwohl sie – jedenfalls nicht sinnentnehmend oder vielleicht auch gar nicht – lesen und schreiben können. Genau diese Zugangsmöglichkeiten müssen wir nutzen und dann auch deutlich machen, dass man da durchaus auch Spaß dran haben kann, sich da auszuprobieren. Meine Behörde hat mir aufgeschrieben, dass die Servicestelle Grundbildung und Alphabetisierung in diesem Zusammenhang auch Escape Rooms für den Bereich Alphabetisierung und Grundbildung entwickelt. Ich gestehe hier offen, ich habe noch nie an einem Escape Room teilgenommen, und die Vorstellung, man kann erst dann aus dem Escape Room, wenn man das – –, so weit wollen wir nicht gehen. Ich glaube, das ist eine gute Idee und eine gute Sache, entsprechend da auch genau solche kreativen Ideen zu entwickeln. Wir beziehen natürlich auch die Akteurinnen und Akteure vor Ort ein. Die Bürgerhäuser sind genannt worden, die Quartiersmanager:innen, die Quartiersbildungszentren. Es gibt Beratungsstellen, wo Menschen aufgrund von anderen Fragestellungen und Problemen ankommen, sei es Arbeitslosigkeit, Schuldnerberatung, Verbraucherzentrale. All das sind natürlich Multiplikator:innen, wo genau auch solche Angebote und solche Fragen „Was brauchst du denn?“ umgesetzt werden können. Einen Fokus der Maßnahmen – –. (Glocke)
