Sascha Schuster
Sehr geehrte Frau Präsidentin, sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen! Die Cannabislegalisierung muss vom Bundesrat am 22. März gestoppt werden! Die Legalisierung lässt sich einfach nicht mit dem Schutz der Kinder und der Jugend vereinbaren. Cannabis ist immer noch eine Hanfpflanze. Wer konsumiert, kann eine berauschende Wirkung bekommen. In kleinen Dosen erzeugt Cannabis Euphorie, Angstverlust, Beruhigung oder Schläfrigkeit. Insbesondere der Konsum in jüngeren Jahren birgt ein hohes Risiko für langfristige Schäden. Experten schätzen – wir haben es eben schon von der Kollegin gehört –, dass weltweit etwa zehn Prozent der Menschen, die Cannabis zu sich nehmen, ein gestörtes Konsumverhalten haben, also süchtig sind. Hier ist einmal unser Bürgermeister Bovenschulte gefragt. Herr Bürgermeister, wenn Sie im Bundesrat mit „Ja“ stimmen, dann machen Sie sich schuldig, und dann machen Sie sich mitverantwortlich, dass Sie die Kinder und die Jugend mit auf dem Gewissen haben. Das müssen Sie sich immer vor Augen führen, wenn Sie da sitzen und mit abstimmen. Ja, das ist so. Ein Konsum oder auch ein moderater Konsum schädigt die Lunge, das Herz und kann psychische Folgen haben. Experten und Ärzte sehen in der Mehrheit eine Legalisierung sehr kritisch. Nur die rot-grün-rote Landesregierung in Bremen verharmlost das ganze Thema. Bürgermeister Bovenschulte, so war zu lesen, will ein Modellprojekt für Cannabis. Die Kollegin der SPD ganz zu Anfang sprach von, was hat sie gesagt, Denkstörungen. Wenn ich so manche Reden hier höre, dann habe ich wirklich das Gefühl, hier haben manche Denkstörungen, woran das auch immer liegen mag. (Abgeordneter Volker Stahmann [SPD]: Und das ganz ohne Cannabis!) Ja, das ist noch nett ausgedrückt. Da brauche ich auch – –, das ist noch nett ausgedrückt. Ich finde dieses Verhalten in dieser Sichtweise einfach krank. Das sage ich auch ganz ehrlich. Der Schwarzmarkt, die Kriminalität und besonders gesundheitliche Probleme werden ganz einfach die Folge sein. Ebenfalls die finanzielle Belastung des Gesundheitssystems wird eine Folge haben. Cannabis ist und bleibt eine Droge, nach wie vor. Meine Eltern haben mir als Kind schon gesagt: „Junge, Gift probiert man nicht.“ Gott sei Dank bin ich damit gut gefahren. Das trifft nicht nur auf Cannabis zu, das trifft natürlich auf alle anderen Drogen auch zu. Wir müssen uns doch auch mal vor Augen führen, es geht auch darum, wer vielleicht noch Kinder hat, die zur Schule gehen – – , dass auch an Schulen noch andere Drogen oder eben auch Cannabis leicht zu bekommen sind, heutzutage. Darüber muss man sich einfach klar sein. Deshalb von mir als Einzelabgeordnetem ein klares Nein zur Cannabislegalisierung. – Danke fürs Zuhören!
