Sascha Karolin Aulepp
Was ich Ihnen sagen kann, ist, dass wir im Moment eher in der Situation sind – zumindest in der Stadtgemeinde Bremen –, dass wir den Kindern, die einen Sprachförderbedarf haben, noch keinen Kitaplatz anbieten können. Das sind in aller Regel – und da kann man dann tatsächlich auch mit Fug und Recht von Einzelfällen sprechen – die Eltern, die von sich aus nicht auf die Idee gekommen sind, ihre Kinder anzumelden, deren Kinder dann von uns, also in der Kommune natürlich vom kommunalen öffentlichen Jugendhilfeträger, angemeldet werden bei den Kitas, dass die den Platz annehmen und hinterher sagen: „Das war richtig gut. Wir wären von uns aus nicht auf die Idee gekommen, das Kind anzumelden.“ Das ist immer die persönliche kleine Empirie, aber ein Anruf von einer Mutter, die sagt: „Es ist unglaublich, wie viel Deutsch mein Sohn, der fünf ist, jetzt schon zusätzlich gelernt hat, in diesem kurzen Zeitraum seit Beginn des Kitajahres“, das zeigt dann eben schon, dass es weniger um die Frage „muss man die eigentlich verpflichten und zwingen?“ geht, sondern tatsächlich erstens darum, dass man die Plätze bereitstellen muss, und zweitens, man muss den Leuten die Plätze so servieren, dass sie sie tatsächlich auch annehmen, zumindest in der Stadtgemeinde Bremen. Auch da will ich gern das noch korrigieren, wenn ich das jetzt falsch im Kopf haben sollte, aber nach meinem Kenntnisstand sind es im Moment in der Stadtgemeinde Bremen sieben Kinder, deren Eltern den Kitaplatz nicht angenommen haben, bei einer Grundgesamtheit von ungefähr 6 000 Kindern.
