Sascha Karolin Aulepp
Vielen Dank, Frau Abgeordnete, ich habe gesagt, dass überall da, wo das noch nicht gelingt, die Kinder in die Kita zu integrieren, es ein außerinstitutionelles Sprachförderangebot gibt, also außerhalb der Kita, weil ich mich immer ein bisschen schwertue mit der Frage: Was sind eigentlich Einzelfälle? Bei einer Grundgesamtheit eines Jahrgangs von Kindern von 5 500 bis 6 000 könnte man sagen, na ja, da sind 300 nicht so viel. So viele sind es glücklicherweise nicht, aber von daher wollen wir natürlich – und das wird ja zu Recht auch in diesem Hause immer wieder gefragt und auch angemahnt oder auch, je nachdem, wie scharf die Kolleginnen und Kollegen Abgeordneten auftreten, scharf gerügt in meine Richtung und Richtung meiner Behörde –, dass wir perspektivisch allen Kindern den Kitabesuch ermöglichen wollen, damit sie dort dann die Sprachförderung erhalten, weil es einfach was anderes ist, wenn man zwanzig Stunden in der Woche in der Kita ist, als wenn man nur ein oder zwei Stunden an ein, zwei, drei, vier oder auch fünf Tagen die Woche Sprachförderung außerhalb der Kita bekommt. Die ganz konkreten Zahlen – weiß ich das? Womöglich sind die Gegenstand einer anderen Fragestundenfrage, das weiß ich gerade nicht so genau. Jedenfalls ist klar, wir haben natürlich die Zahlen, wie viele Kinder noch nicht in der Kita sind, obwohl sie einen diagnostizierten Sprachförderbedarf haben und im kommenden oder im übernächsten Jahr zur Schule kommen, und denen wollen und müssen wir, auch wenn wir es noch nicht schaffen, sie in die Kita zu integrieren, ein Angebot machen. Diese Angebote sind zumindest in der Stadtgemeinde Bremen so entwickelt worden, dass sie entweder im Rahmen der niedrigschwelligen Angebote „Soziales Lernen im Quartier“ integriert sind, um da dann mit besonders geschulten Sprachförderkräften auch diese Kinder noch mal besser unterstützen zu können, auch wenn völlig klar ist, dass das kein Ersatz ist für einen Kitaplatz, oder aber dass an den Grundschulen für die Schülerinnen und Schüler, die dann dort zur Grundschule kommen werden, schon Angebote gemacht werden. Das hat dann wiederum den Vorteil, dass die Kinder schon ihre Schule kennenlernen und zum Teil auch die Kolleginnen und Kollegen, die dann später mit ihnen – das nichtunterrichtende pädagogischen Personal – arbeiten werden.
