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Sascha Karolin Aulepp

06.09.2023 Sitzungen 21/3

Das habe ich gern gemacht, und das nicht nur, aber natürlich auch aufgrund des einstimmigen Auftrags, den mir die Bürgerschaft mitgegeben hat. Im Rahmen der gesamten KMK besteht ein Konsens, dass das, was die Ständige Wissenschaftliche Kommission als Kurzexzerpt oder sozusagen als vorangegangene Stellungnahme zu dem ausführlichen Gutachten zu dem Thema, das für Ende des Jahres avisiert ist und dann sicher auch noch mal Thema in der Kultusminister:innenkonferenz sein wird – –, dass diese Maßnahmen jetzt ergriffen werden müssen, aber dass diese Maßnahmen aller Voraussicht nach noch nicht ausreichen werden. Die Frage, welche Maßnahmen bei der Bekämpfung des Lehrkräftemangels die richtigen sind, da gibt es eine ganz große Bandbreite. Wie Sie wissen, ist die Frage der Untersagung oder des Verbots von Teilzeit ohne einen besonderen Grund oder von Teilzeit nur bis zu einer bestimmten Größe auch Gegenstand von Maßnahmen in bestimmten Bundesländern. Auf der anderen Seite war bei der Frage, ob die Stadtstaaten und insbesondere die Länder mit starken Universitäten mit einem starken Geistes- und naturwissenschaftlichen Bereich in der Lehrerbildung eigentlich für andere Bundesländer Lehrkräfte mitausbilden, die Bandbreite auch groß. Diese Länder sind dafür und bereit, zu sagen, wir müssen gucken, was finanzieren wir eigentlich an Ausbildung für Lehrkräfte, die dann am Ende unser Bundesland verlassen, und zwar nicht als fertige Lehrkräfte, sondern nach dem Studium. Andere Bundesländer, bei denen der Eindruck besteht, damit fahren wir ganz gut, die sind tendenziell weniger bereit, über Ausbildung zu reden. Von daher würde ich nach meinem ersten Eindruck und den Gesprächen, die in der Zwischenzeit geführt worden sind, sagen: Natürlich sind die Stadtstaaten an der Stelle unsere natürlichen Verbündeten. Bei den Ländern, die einen besonders starken Lehrkräftemangel zu verzeichnen haben – das sind beispielsweise die Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg –, da ist es ein bisschen unterschiedlich bei der Frage: Kann die Lösung darin liegen, die Lehrkräfte, die schon arbeiten, stärker heranzuziehen, also quasi Stunden aufzustocken, sei es nun aus Teilzeitreduzierung oder -beschränkung vom Ansatz her oder aber eine Erhöhung der Stundentafel, also der Lehrerwochenstundenanzahl? Diese Maßnahmen halte ich – das habe ich ja auch schon mal deutlich gemacht – nicht für zielführend, jedenfalls nicht für die Belastung, die wir in den Schulen in Bremen und Bremerhaven haben. Von daher hoffe ich sehr, dass wir für die Frage nach verbindlicherer Struktur, wie stärken wir die Lehrkräfte, auch auf weitere Bundesländer werden setzen können.

Alle Reden von Sascha Karolin Aulepp Protokoll (PDF) ↗