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Daniel Münschke

18.06.2026 Sitzungen 8/35

Vielen Dank. – Für die Landesregierung wird Frau Ministerin Mittelstädt zu uns sprechen. Bitte sehr. (Beifall SPD) Hanka Mittelstädt (Ministerin für Land- und Ernährungswirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz): Sehr geehrter Herr Vizepräsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren Abgeordneten! Werte Gäste auf der Tribüne und am Livestream! Der vorliegende Antrag betrifft junge Menschen, die sich mit ihrer Berufswahl bewusst dafür entscheiden, ein Bekenntnis zur Landwirtschaft, zum Wald und zum Forst, aber auch zum Gartenbau in all seinen Ausprägungen sowie, nicht zuletzt, zu hauswirtschaftlichen Tätigkeiten abzulegen. Der Antrag adressiert gleich mehrere Ressorts der Landesregierung, denn die berufliche Bildung – von der Berufsorientierung über die Berufsausbildung bis hin zum Berufsabschluss und zur beruflichen Weiterbildung – ist ein Teamsport. Für die Förderung bzw. Kofinanzierung der überbetrieblichen Ausbildung sowie der Ausbildungsnetzwerke verwenden wir bereits mehr als 300 000 Euro, sodass wir insgesamt mehr als 940 Millionen Euro dafür ausgeben können. Die überbetriebliche Ausbildung und die Ausbildungsnetzwerke sind essenzielle Bestandteile unserer Bestrebungen, die Ausbildungsqualität und die Erfolgsquote bei der Berufsabschlussprüfung zu verbessern. Dieses Förderinstrument ist in der Tat ein Gemeinschaftswerk des Landwirtschafts- und des Arbeitsressorts. (Beifall SPD und CDU) Juni 2026 77 Die grünen Berufe sind vielfältig und interessant, und die Branche muss durchaus noch selbstbewusster werden, um genau das auch nach außen zu zeigen. Projekte wie LANDaktiv und AGRARaktiv sind seit über 20 Jahren bewährte und gefragte Ansprechpartner sowohl für Schulen als auch für Unternehmen, und auch die Förderung von AGRARaktiv ist Teamwork, also ein Gemeinschaftswerk des Landwirtschafts- und des Bildungsressorts. Für jüngere Generationen kann die Sinnhaftigkeit eines Jobs durchaus eine Rolle spielen. Grüne Berufe sind dafür in der Tat prädestiniert. Wenn sich junge Menschen also bewusst dafür entscheiden, einen landwirtschaftlichen oder grünen Beruf zu wählen, müssen die Ausbildungs- und Rahmenbedingungen stimmen und zu den Azubis passen. Wir alle wissen, dass junge Menschen und die neuen Azubis digital unterwegs sind. Insofern ist es selbstverständlich, auch die administrativen Prozesse zu digitalisieren. Wir sind dabei – zusammen mit anderen Bundesländern – große Schritte vorangegangen. Sie haben es gehört. Der Führerschein Klasse T ist eine never ending story. Wir versuchen, hierfür Lösungen zu finden. Die bisherigen Lösungsversuche haben nicht so gefruchtet, wie wir uns das vorgestellt bzw. gewünscht haben. Deswegen begrüßen wir den dazu vorgeschlagenen Punkt im Antrag. (Beifall SPD und CDU) Kommen wir zum Thema Weiterbildung: Auch die Erwachsenen – hier die Professionals – haben ihre Aufgabe. Sie sollen den jungen Menschen einerseits zur Seite stehen – die jungen Menschen begleiten; inhaltlich und menschlich –, andererseits sollen sie ihnen als fachliches und professionelles Vorbild dienen. Auch hier bedarf es Rahmenbedingungen – wir alle kennen sie –: die sechs Regionalstellen für Bildung im Agrarbereich und die Brandenburgische Landwirtschaftsakademie an der Heimvolkshochschule sind schon funktionierende Angebote im Bereich der beruflichen Weiterbildung. Auch das ist ein Gemeinschaftswerk des Landwirtschafts- und des Arbeitsressorts. Ich verrate Ihnen kein Geheimnis, wenn ich Ihnen sage, dass in Zukunft gerade auch der Wissenstransfer europäisch gesehen werden muss, das heißt: Mit zunehmender Globalisierung gilt es, auch berufliche Kontakte ins Ausland, also international zu nutzen. Solche Projekte können wir zwar nicht anordnen, aber wir können sie initiieren und, wenn es soweit ist, auch fördern, ausbauen und pflegen. Ich glaube, wir sind uns alle einig, dass wir die grünen Berufe brauchen und weiter stärken sollten. Von daher kann ich Ihnen nur empfehlen, dem Koalitionsantrag zuzustimmen. Jetzt komme ich noch zu Herrn Jank und seiner „hervorragenden“ Rede: Ich weiß nicht, Herr Jank; ich halte das nicht für einen Schaufensterantrag, und von Klein-Klein würde ich in diesem Zusammenhang auch nicht sprechen. Und wenn Sie Herrn Hoffmann als schwarz markierten Sozialdemokraten bezeichnen (Dennis Hohloch [AfD]: Schwarz „markiert“ vor allem!) und dann auch noch den Ministerpräsidenten diskreditieren – also, ich habe in Ihrem Antrag weder irgendetwas Konstruktives zu den grünen Berufen gelesen noch sind Sie in eine sachliche Diskussion eingetreten, und Sie wissen, dass ich eher sachlich interessiert und konstruktiv als emotional bin. Man kann nicht einfach immer irgendwelche Leute in Misskredit bringen. Insofern können wir Ihren Antrag, glaube ich, nur ablehnen. (Beifall SPD und CDU sowie der Abgeordneten Melanie Matzies [WfB-Gruppe])

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