Jouleen Gruhn
Danke schön. – Herr Hohloch hat eine Kurzintervention angezeigt. Bitte schön. (Beifall AfD) Dennis Hohloch (AfD):* Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Werte Gäste! Sehr geehrter Herr Kollege Gursch, Sie haben es wunderbar geschafft, Nebelkerzen zu zünden und eigentlich völlig an dem Antrag vorbeizureden. Sie haben sich in Ihrer Rede auch einfach immer wieder widersprochen. Sie reden 2026 41 auf einmal von „Energieabhängigkeiten“ – Energieabhängigkeiten, die Ihre Partei selbst geschaffen hat. Jedenfalls bezeichnen Sie die Abhängigkeit von russischem Gas offensichtlich als etwas Negatives. Ich möchte daran erinnern, dass es Ihre Kanzlerin war, die uns in diese angebliche Abhängigkeit gebracht hat, indem sie die Energiewende eingeleitet und dafür natürlich Gaskraftwerke als Reservekraftwerke benötigt hat, weil man eben die Kernkraft in Deutschland vernichtet hatte. Das war die Arbeit der CDU, meine Damen und Herren, und in dieser Partei sind Sie ja. Aber kommen wir zum nächsten Punkt. Wir haben uns in keine Abhängigkeit begeben; denn Russland hat uns den Gashahn gar nicht zugedreht. (Zurufe von der CDU) Russland würde uns bis heute mit Kusshand Gas liefern, aber Sie und Ihre Genossen in der EU haben dafür gesorgt, dass wir Sanktionen gegenüber Russland beschlossen haben. Sie haben den Ast abgesägt, auf dem wir sitzen, meine Damen und Herren. (Beifall AfD sowie des Abgeordneten Christian Dorst [BSW]) Das hier auszublenden ist einfach nicht redlich. Und dann davon zu sprechen, dass das wieder „die Freunde Moskaus“ seien, ist eine typische, billige Masche der CDU. Wissen Sie, wenn Sie keine Argumente haben, um darauf einzugehen, dass das IPCC deutlich gesagt hat, dass die sogenannte Apokalypse – wie immer man sie auch definiert – ausfällt, dann zünden Sie diese Nebelkerzen und kommen mit Ihren Begriffen wie „Freunde Moskaus“, „die Versorgungssicherheit“, „die Putin-Freunde“, „die Putin-Versteher“. (Beifall AfD sowie des Abgeordneten Christian Dorst [BSW]) Das ist billigste Propaganda à la CDU. Dann die Sache mit dem Endlager – weil ich es heute schon dreimal gehört habe –: Sie schaffen es, 3 % der Fläche Brandenburgs mit Windkraftanlagen zuzupflastern, und Sie wollen mir sagen, dass es dann keine Fläche in Brandenburg gibt, wo man ein Endlager hinsetzen kann, meine Damen und Herren? (Zurufe von SPD und CDU) Währenddessen werden in Polen, in Frankreich und überall um uns herum Kernkraftwerke gebaut, deren Energie Sie alle einkaufen, weil wir wegen Ihres Flatterstroms nicht mehr in der Lage sind, die Energie zu produzieren, die wir brauchen. Da interessiert es Sie nicht, wo das Endlager gebaut wird, weil das Endlager nämlich in Frankreich liegt oder in Polen. Sollen die doch damit klarkommen! Hauptsache, die Deutschen können den Strom einkaufen, den andere produzieren, meine Damen und Herren.
