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Hans-Christoph Berndt

AfD 17.06.2026 Sitzungen 8/34

Besten Dank, Frau Präsidentin. Sehr geehrte Damen und Herren! Sehr geehrte Mitbürger! „Noch 13 Jahre, um die Welt zu retten!“ Das war 2007 zu hören. Der Weltklimarat, IPCC, warnte vor den katastrophalen Folgen der Erderwärmung, werde nicht umgehend, in kürzester Zeit, die Emission von Treibhausgasen drastisch vermindert. Der frühere US-Vizepräsident Al Gore assistierte in seinem Film „Eine unbequeme Wahrheit“, indem er die Apokalypse beschrieb: Das Abschmelzen der Gletscher würde den Meeresspiegel um 6 Meter ansteigen lassen. Florida, San Francisco, die Niederlande würden im Meer versinken. Mehr als 100 Millionen Menschen würden zu Klimaflüchtlingen. Das Ganze ist nicht 13, sondern 19 Jahre her. Die menschlichen Emissionen von Treibhausgasen sind nicht weniger, sondern mehr geworden. Aber Florida, San Francisco und die Niederlande sind nicht im Meer versunken – nicht einmal die Insel Sylt. Und wer in der vergangenen Woche zum Hitzeaktionstag gehen wollte, der zog sich besser einen warmen Pullover an. Verdanken wir das unseren Windrädern, oder war das Ganze falscher Alarm? Die Antwort auf diese Frage ist ziemlich einfach: Das IPCC, der Weltklimarat, arbeitet mit Computermodellen und mit Daten, die immer wieder als ungenau, vorurteilsbehaftet oder manipuliert kritisiert werden. Seine Modelle sind eben Ausdruck von Erwartungen, Vorurteilen und Interessen, spiegeln aber nicht die Wirklichkeit wider. Bemerkenswerterweise hat sich genau dieser Weltklimarat kürzlich von seinem schlimmsten Krisenszenario, dem sogenannten Modell RCP 8.5, verabschiedet. Es sagte bis zum Jahr 2100 einen Anstieg der CO -Konzentration auf 1 200 ppm – derzeit ha-2 ben wir 400 ppm – und einen Anstieg der globalen Temperatur um 5 Grad Celsius voraus. Dass sich der Weltklimarat von diesem Szenario verabschiedet hat, hat mindestens zwei Gründe: Erstens. Das Modell RCP 8.5 war in keiner Weise haltbar. Wer es vertreten hat, machte sich lächerlich. Zweitens. Die USA haben Druck aufgebaut. Sie sind nämlich Anfang des Jahres aus dem Weltklimarat ausgestiegen. Vielleicht gibt es noch mehr Gründe, aber einen Grund gibt es hundertprozentig nicht – jenen, den der umstrittene Wissenschaftler Stefan Rahmstorf vom umstrittenen Institut für Klimafolgenforschung in Potsdam nennt: die weltweite Energiewende. Zwar haben sich in Deutschland die Emissionen seit der Gründung des IPCC im Jahr 1988 beinahe halbiert, aber in den USA sind sie seither fast gleich geblieben, und in Indien und in China haben sie sich vervierfacht bzw. verfünffacht. Deutschland trägt mit 1,5 % zu den weltweiten Emissionen bei, Indien mit 8 % und China mit 32 %. Dass dennoch die Apokalypse ausgeblieben ist, sagt neben der Blindheit der Klimamodelle Folgendes: Die Welt braucht den energiepolitischen deutschen Opfergang nicht. (Beifall AfD) Dieser Opfergang ist nutzlos und mehr noch, er schadet. Denn er schafft im Namen des Klimaschutzes den Umweltschutz ab, und er ruiniert unsere Volkswirtschaft. Nichts führt uns das deutlicher vor Augen als das Symbol der Energiewende schlechthin: das Windrad. Ende 2025 standen in Brandenburg 4 126 Windräder, in denen Millionen Tonnen Stahl und Beton und Tausende Tonnen an Verbundstoffen verbaut sind, deren Entsorgung hoch problematisch 2026 37 ist, die mit einer Höhe von 250 m und einem Flächenbedarf von 2, bald 3 % der Landesfläche unsere Kulturlandschaft zerstören, die durch die Freisetzung von Mikroplastik und Schwefelhexafluorid die Umwelt vergiften, die durch bodennahe Erwärmung und Austrocknung das Mikroklima schädigen, die durch Kollisionen geschätzt jährlich 14 000 Vögel, 30 000 Fledermäuse und 170 000 Milliarden Insekten töten und die gesundheitliche Beeinträchtigungen durch Infraschall und Schattenwurf hervorrufen. Was für ein Aufwand, was für ein Schaden! Zu fragen ist: Für welchen Nutzen? Deutschland erlebt Jahre wirtschaftlicher Stagnation und Rezession wie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr. Allein im ersten Quartal 2026 gingen in Deutschland 486 000 Arbeitsplätze verloren. Brandenburg, das Land der Energiewende, stand in den Jahren 2024 und 2025 ganz hinten, und gerade heute haben wir die Meldung erhalten, dass 14 Baumärkte in Brandenburg schließen werden. Und der Windradgigant Vestas hat sich aus Lauchhammer auch verabschiedet. Die bisherigen Kosten der Energiewende werden allein für den Bereich Strom auf 500 Milliarden Euro geschätzt. Die Kosten der weiteren Energiewende bis 2049 gibt die Deutsche Industrie- und Handelskammer mit 5 Billionen Euro an. Das sind Aufwand und Summen, die nicht zu erbringen sein werden. Denn schon heute hat die Energiewende unsere Volkswirtschaft so ruiniert, als hätte Deutschland einen Krieg verloren. (Beifall AfD) Hauptgrund, sehr geehrte Damen und Herren, sind die hohen Energiepreise. Im Jahr 2000, als die Energiewende begann, lag der Strompreis für Haushalte bei 14 Cent pro Kilowattstunde. Jetzt liegt er bei 37 oder 39 Cent, und jedes Weitermachen macht es nur schlimmer. Von 2019 bis 2024 hat Brandenburg die Nennleistung von Windkraftanlagen um 30 % gesteigert. Der Ertrag ging um magere 6 % nach oben, und der Nutzungsgrad ging in Wirklichkeit zurück. Bei der Photovoltaik und beim Solarstrom sieht es nicht besser aus. Die Abhängigkeit vom Ausland ist übrigens nach dem EEG und nach dem Kohleausstieg nicht geringer, sondern größer geworden. Für Energieimporte rechnet der Deutsche Industrie- und Handelskammertag in den nächsten 20 bis 25 Jahren mit Kosten von 2 Billionen Euro. Erneuerbare Energien sind eben keine speicherbaren Energien. Mit dem Geld für die Windräder hätten in Brandenburg ein oder zwei Kernkraftwerke gebaut werden können, die eine sichere und nebenbei auch CO -freie Stromversorgung garantiert hätten. 2 (Beifall AfD) Aber dank der Energiewende bereichert sich Graf Hatzfeldt künftig an Windrädern im Naturpark Heideseen und klammert sich Ministerpräsident Dietmar Woidke künftig an die Rüstungsindustrie. Das nennen Sie sozial-ökologische Transformation. Ich nenne das schlichtweg pervers. (Beifall AfD) Die Energiewende ist nicht nur gescheitert, sie ist konzeptionell von Grund auf falsch und schädlich. Konsequenzen daraus zu ziehen, heißt: erstens Klimaplan und Energiestrategie in Brandenburg außer Kraft setzen, zweitens klima-alarmistische 38 Landtag Gesetze und Vorschriften aufheben, drittens den Ausbau von Wind- und Solarenergie sofort stoppen, viertens vorrangige Nutzung heimischer Energiequellen und kein vorzeitiger Kohleausstieg, fünftens Rückkehr zur Nutzung von Kernenergie und sechstens Ende der Sanktionspolitik gegen Russland. Sehr geehrte Damen und Herren, ich habe wenig Hoffnung, dass eine Koalition, die noch im März in ihrem Koalitionsvertrag geschrieben hat, dass Wind und Solar ein wichtiger Standortvorteil seien, diese notwendigen Reformen in Angriff nehmen oder durchführen wird. Dennoch bringen wir diesen Antrag hier ein. Wir wollen wenigstens zeigen, dass es eine Alternative zum Elend der Transformationspolitik von CDU, SPD, Linken und Grünen gibt. – Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall AfD)

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