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Daniel Münschke

22.04.2026 Sitzungen 8/32

Frau Ministerin, bitte schön. Hanka Mittelstädt (Ministerin für Land- und Ernährungswirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz): Zunächst führten Sie aus, dass es ausschließlich Hühner betreffe. So ist es nicht. Es betrifft Geflügel insgesamt. Wir reden also auch über Puten, Hähnchen etc. – Punkt eins. Punkt zwei: Gerade der ND-Virus ist hochinfektiös. Bedauerlicherweise – da spreche ich tatsächlich als Krisenmanagerin, denn wir müssen die Seuche sofort und schnellstmöglich eindämmen – bedeutet das in diesem Fall Keulung. Bei den importierten Eiern aus Drittstaaten, möglicherweise auch aus der Ukraine, handelt es sich meistens um Käfigeier. Käfigeier landen nicht im Handel, weil Käfigeier im Handel verboten sind. Das heißt, sie kommen de facto als Flüssigei gegebenenfalls in Convenience-Produkte. Der Verbraucherschutz ist insofern aufgestellt, als unangekündigte Kontrollen stattfinden. Unangekündigte Kontrollen finden auch an den Weiterverarbeitungsorten statt, durchgeführt von Lebensmittelüberwachungsämtern etc. Diese Kontrollen finden auch weiterhin statt. Ähnlich ist es im Handel, denn auch dort finden diese Kontrollen statt. Auch dort handelt es sich um unangekündigte Kontrollen. Der Fall der Salmonelleninfektion in Schweden, den Sie angesprochen haben, führte ganz schnell zu Reaktionen. Beispielsweise gab es Rückrufaktionen oder wurden Eier aus Regalen genommen. Man merkt, dass die Rückverfolgbarkeit auch beim Verbraucherschutz gegeben ist. Die ist auch weiterhin gegeben, und zwar unabhängig von der ND-Infektion.

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