Peter Drenske
Der Ausbruch der Newcastle-Krankheit in Geflügelbeständen in Brandenburg wirft viele Fragen auf, zumal in ganz Deutschland eine Impfpflicht besteht. Die Behörden fordern einen streng kontrollierten Personen- und Warenverkehr. Viel wichtiger ist in meinen Augen aber, was die Landesregierung unternimmt, um die eigene Bevölkerung zu schützen. Die Newcastle-Krankheit kann auch in Eiern überleben, und somit kann die Ausbreitung auch über diesen Weg erfolgen. Die Erweiterung des zollfreien Imports von landwirtschaftlichen Produkten aus der Ukraine führt zu deutlicher Biounsicherheit. Käfighaltung ist dort erlaubt, Eier gelangen ungestempelt nach Deutschland; in Eiern, Fleisch, Honig und Getreide werden Rückstände von in der gesamten EU längst verbotenen Stoffen gefunden. Anfang 2025 wurde in Schweden ein Salmonella-Enteritidis-Ausbruch durch Eier aus der Ukraine verursacht. Die Importkontrollen erfolgen weiterhin nur stichpunktartig. Die Lebensmittelsicherheit ist damit nicht mehr garantiert. Ich frage die Landesregierung: Kann sie ausschließen, dass der aktuelle Ausbruch der Newcastle-Krankheit durch Importe aus der Ukraine oder anderen Drittländern verursacht wurde?
