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Katja Poschmann

SPD 18.03.2026 Sitzungen 8/30

… die groß angelegte Investition von Hasso Plattner am Brauhausberg ist ein weiteres Bekenntnis zur Leistungs- und 2026 11 Zukunftsfähigkeit unseres Landes. Der neue Campus wird Raum für exzellente Forschung, internationale Kooperationen und die Ausbildung zukünftiger Generationen von Informatikerinnen und Informatikern schaffen. Er steht damit beispielhaft für eine Entwicklung, die wir in Brandenburg gezielt angehen: die Verbindung von wissenschaftlicher Exzellenz, unternehmerischem Engagement und gesellschaftlicher Verantwortung. Doch Brandenburg ist weit mehr als Potsdam, auch in Frankfurt (Oder) wird die digitale Souveränität Europas gestärkt und verteidigt. Das IHP, das Leibniz-Institut für innovative Mikroelektronik, erhält dafür bis zum Jahr 2029 rund 33 Millionen Euro für seine Forschungsarbeit. Das kann sich mehr als sehen lassen – genauso wie unser Leuchtturmprojekt: der Aufbau einer Medizinischen Universität in der Lausitz. Doch dazu wird meine Kollegin Jouleen Gruhn später noch näher ausführen. Meine Damen und Herren, unsere Wissenschaftsministerin Manja Schüle steht wie kaum eine andere für die Verteidigung der Wissenschaftsfreiheit. (Beifall SPD und CDU sowie der fraktionslosen Abgeordneten Melanie Matzies – Dennis Hohloch [AfD]: Ja, genau!) Das bestätigen auch der Deutsche Hochschulverband und seine Verbandsmitglieder, die sie in der kommenden Woche als Wissenschaftsministerin des Jahres 2026 auszeichnen werden. (Beifall SPD und CDU sowie der fraktionslosen Abgeordneten Melanie Matzies und André von Ossowski) Auch an dieser Stelle gratuliere ich Dir, liebe Manja, herzlich zu dieser Ehrung. Der Wissenschaftsstandort Brandenburg wurde in den vergangenen Jahren mit großem Engagement weiterentwickelt. Gemeinsam mit unserem Koalitionspartner haben wir unsere Hochschulen finanziell gestärkt und durch langfristige Hochschulverträge mit Planungssicherheit ausgestattet. Das ermöglicht es den Hochschulen, strategisch zu arbeiten, neue Forschungsfelder zu erschließen und ihre internationalen Kooperationen auszubauen. Außerdem haben wir bereits in der letzten Legislaturperiode einen Fokus auf bessere Arbeitsbedingungen für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gelegt. Mit dem Dialogprozess „Gute Arbeit in der Wissenschaft“ hat die Landesregierung wesentlich dazu beigetragen, dass junge Forschende Perspektiven und verlässliche Rahmenbedingungen erhalten. Meine Damen und Herren, bei aller positiven Entwicklung dürfen wir aber nicht übersehen: Auch Brandenburg steht in der Wissenschaftspolitik vor großen Herausforderungen. Natürlich stehen auch wir im internationalen Wettbewerb um Talente. Hoch qualifizierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler können heute weltweit zwischen den Forschungsstandorten wählen. Wenn wir die besten Köpfe nach Brandenburg holen und hier halten wollen, brauchen wir Verlässlichkeit, ein modernes Berufungsrecht und attraktive Arbeitsbedingungen. Außerdem stellt uns die Finanzierung von Wissenschaft und Hochschulen weiterhin vor große Aufgaben – das will ich nicht leugnen. Gute Forschung braucht aber langfristige Investitionen – in Gebäude, Labore, digitale Infrastruktur und Personal. Für mich ist daher ganz klar: Wissenschaftspolitik muss auch in Zukunft eine klare Priorität in unserem Haushalt bleiben. (Beifall SPD und CDU) Wenn Forschungsergebnisse in schnelle Innovationen, neue Technologien und wirtschaftliche Wertschöpfung münden sollen, müssen wir den Transfer von Wissen in Wirtschaft und Gesellschaft weiter stärken. Das dürfen wir nicht aus dem Blick verlieren. Meine Damen und Herren, unsere Hochschulen sind längst mehr als Orte der Lehre, sie sind Motoren regionaler Entwicklungen. Sie ziehen junge Menschen an, schaffen Arbeitsplätze und fördern Innovationen. Hochschulstandorte beleben ganze Städte und Regionen – wirtschaftlich, kulturell und gesellschaftlich. Wenn wir Hochschulen stärken, stärken wir also gleichzeitig die Zukunftsfähigkeit unseres Landes. Deshalb lohnt sich am Ende auch ein Blick nach vorn. Gemeinsam mit unserem Koalitionspartner werden wir das modernste Berufungsrecht Deutschlands auf den Weg bringen, um Professoren aus aller Welt in Brandenburger Forschungseinrichtungen zu locken. Und wir werden den Hochschulbau beschleunigen so- wie eine Forschungsstrategie entwickeln, die den Hochschulen hilft, ihre Exzellenz in Forschung und Innovation kontinuierlich weiterzuentwickeln. Meine Damen und Herren, die Geschichte Brandenburgs zeigt: Chancen entstehen nicht von allein, sie müssen erkannt, gestaltet und genutzt werden. Wenn wir den bereits beschrittenen Weg konsequent weitergehen, kann sich Brandenburg von einem starken Wissenschaftsstandort zu einem der führenden Innovationsräume Europas weiterentwickeln. Unsere Chancen sollten wir also gemeinsam nutzen – für Brandenburg, aus Verantwortung. – Vielen Dank. (Beifall SPD und CDU sowie der fraktionslosen Abgeordneten Melanie Matzies und André von Ossowski)

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