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Ulrike Liedtke

26.02.2026 Sitzungen 8/29

Vielen Dank. – Herr Minister Tabbert wird Ihnen antworten. Bitte schön. Detlef Tabbert (Minister für Infrastruktur und Landesplanung): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Abgeordnete! Sehr geehrte Frau Abgeordnete Balzer, wer regelmäßig mit dem Regionalexpress 7 unterwegs ist, kennt das Problem: Die Züge sind voll, teilweise richtig voll, und das auf einer der wichtigsten Verbindungen im Land: von Senftenberg über Königs Wusterhausen, Berlin und Potsdam-Rehbrücke nach Bad Belzig und weiter nach Dessau. In den vergangenen Jahren sind die Fahrgastzahlen dort deutlich gestiegen. Die Menschen legen auf dieser Linie inzwischen insgesamt doppelt so viele Pendlerkilometer zurück wie früher. Besonders deutlich wird das auf dem Abschnitt zwischen Berlin und Potsdam. Rund 9 000 Fahrgäste sind dort gegenwärtig mit dem RE 7 unterwegs. Gerade zwischen Berlin, Bad Belzig und Dessau stoßen wir mit den heutigen fünfteiligen Talent-2-Zügen immer öfter an die Kapazitätsgrenze. Wer dort einsteigt, erlebt häufig volle Wagen und verhältnismäßig wenig Platz, insbesondere in der Zeit zwischen den Oster- und den Herbstferien, wenn neben den Berufspendlerinnen und -pendlern auch viele Familien, Ausflügler und Touristen die Züge auf dieser Linie nutzen. Deshalb haben wir erste Maßnahmen umgesetzt. Seit Dezember 2024 fährt der RE 7 an Wochenenden und Feiertagen auf dem stark nachgefragten Abschnitt Berlin – Potsdam-Rehbrücke – Beelitz-Heilstätten – Bad Belzig – Wiesenburg – Dessau im durchgehenden Stundentakt bis Dessau. Das sorgte spürbar für Entlastung. Aber wir sehen an den Zahlen und den Rückmeldungen: Die Züge sind nach wie vor gut gefüllt. Es gibt weiterhin Bedarf an mehr Kapazität. Deshalb haben sich die Länder Berlin und Brandenburg gemeinsam mit der DB Regio als Betreiberin und dem VBB abgestimmt. Unser gemeinsames Ziel ist klar: Wir wollen dafür sorgen, dass die Menschen nicht in übervollen Zügen stehen müssen, sondern Sitzplätze finden. Konkret streben wir an, in den Zeiten, in denen die Lage besonders angespannt ist, von Ostern bis zum Ende der Herbstferien, an den Wochenenden von etwa 9 Uhr bis 19 Uhr mit der maximalen Platzkapazität zu fahren. Das heißt, die DB Regio setzt dann längere Züge mit acht Wagen und rund 420 Plätzen, also mit deutlich mehr Raum für die Fahrgäste als heute, ein. Wer dann auf der Regionalexpresslinie 7 unterwegs ist, wird merken: Es ist mehr Platz da, es ist entspannter und komfortabler. Auch an den Werktagen werden wir nachbessern. Ziel ist es, die Kapazität nicht nur in der klassischen Hauptverkehrszeit, sondern auch dazwischen um 20 Sitzplätze pro Zug zu erhöhen. Damit reagieren wir auf die Realität vieler Menschen: Pendeln, Schichtdienst, Studium, Termine. Der Bedarf endet halt nicht um 9 Uhr morgens und fängt nicht erst um 16 Uhr abends an. Die Länder Berlin und Brandenburg sind sich einig und werden diese zusätzlichen Leistungen zusammen mit der DB Regio AG zeitnah bestellen. Die DB Regio AG ist beauftragt, die dafür notwendigen betrieblichen Voraussetzungen, von der Fahrzeugplanung bis hin zur konkreten Fahrplanumsetzung, schnell zu schaffen. Gleichzeitig müssen wir sagen: Wir tun das im Rahmen unserer begrenzten finanziellen Möglichkeiten. Deshalb setzen wir ganz bewusst dort an, wo die Züge besonders voll sind und der Nutzen für die Fahrgäste am größten ist. Unser Anspruch ist es, dass der RE 7 für die Menschen im Berliner Umland, in Potsdam-Mittelmark und der weiteren Region eine verlässliche, komfortable und attraktive Verbindung ist. Die geplanten bzw. bereits vorgenommenen Verstärkungen sind ein wichtiger Schritt dahin; sie werden die Lage verbessern. Wir werden weiter genau hinschauen, wie sich die Fahrgastzahlen entwickeln, und, wenn es nötig ist – es muss aber auch finanzierbar sein –, gemeinsam mit unseren Partnern nachsteuern. – Vielen Dank.

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