landtag.brandenburg.de ↗

Andreas Kutsche

BSW 26.02.2026 Sitzungen 8/29

22 Jahre dauerte die behördliche Bewertung und Abwägung, bevor zwischen dem Unternehmen, dem Landkreis Oberhavel und dem Land Brandenburg vereinbart wurde, dass das Hennigsdorfer Elektrostahlwerk – kurz: HES – das Grundwassermonitoring sowie den Bau von Abwehrbrunnen übernimmt. Ziel der Vereinbarung ist es, dem Unternehmen Investitionen zu erleichtern. Das HES hatte nach rund einem Jahr Kurzarbeit die Produktion erst im Januar 2026 Glück sei Dank wieder aufgenommen. Hintergrund der Krise sind, wie in der Stahlbranche insgesamt, die schwache Baukonjunktur, der internationale Wettbewerbsdruck und die zu hohen Energiepreise. Die Geschäftsführerin des HES-Werkes Katja Rex stellte kürzlich dar, dass wichtige Modernisierungsinvestitionen aufgrund der gestiegenen Kosten derzeit nicht möglich seien. Solange energieintensive Betriebe wie die Stahl- und Chemieindustrie deutlich höhere Strom- und Energiekosten tragen müssen als ihre internationalen Wettbewerber, bleibt jede Investition mit erheblichen Risiken verbunden. Ich frage die Landesregierung: Welche konkreten Maßnahmen ergreift sie nach Abschluss der Vereinbarung mit dem Landkreis Oberhavel, um Planungssicherheit und Investitionsanreize für das Hennigsdorfer Elektrostahlwerk zu schaffen?

Alle Reden von Andreas Kutsche Protokoll ↗