Britta Müller
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Herr Dr. Berndt, Sie sagen, Sie kennen niemanden, der an Corona gestorben ist, aber viele, die an den Impfungen gestorben sind. (Dennis Hohloch [AfD]: Nein, das hat er nicht gesagt! – Danny Eichelbaum und Kristy Augustin [CDU]: Hat er gesagt! – Dennis Hohloch [AfD]: Er sprach von Impfnebenwirkungen!) Das haben Sie gesagt. Sie können sich gern meine eigene Studie anschauen, die ich bei der AOK zur Übersterblichkeit in Senioreneinrichtungen zu Corona … (Dr. Hans-Christoph Berndt [AfD]: Mit Corona!) – Hören Sie mir kurz zu. Wir haben den Verlauf der Erkrankungen in den stationären Einrichtungen dokumentiert. Anfangs sind Menschen verstorben. (Dr. Hans-Christoph Berndt [AfD]: Ja, mit Corona! – Gegenruf des Abgeordneten Ludwig Scheetz [SPD]) Was andere dann gerettet hat, war die Impfung. Wir haben an den Zahlen sehr deutlich gesehen, dass die Sterblichkeit in den stationären Einrichtungen nach der Impfung zurückgegangen ist. Das ist zudem eine vulnerable Gruppe. Sie können nicht behaupten, dass es keine Coronatoten gegeben habe und die Menschen erst durch die Impfung gestorben seien. Also, nehmen Sie die Studienlage, die es gibt, bitte zur Kenntnis und behaupten Sie in dem Zusammenhang bitte nichts Falsches. (Beifall SPD und CDU – Dr. Hans-Christoph Berndt [AfD]: Ich kenne viele, die an der Impfung leiden; ich kenne niemanden, der an Covid gestorben ist!) – Deshalb helfe ich Ihnen ja. Deshalb verweise ich Sie auf Studien, die ich selbst begleitet habe, wo wir die Übersterblichkeit dokumentiert haben. Vielleicht nehmen Sie diese zur Kenntnis. Die Frage der Anwendung von mRNA-Impfstoffen und der Erfassung von Impfnebenwirkungen bewegt viele Menschen in der gesamten Gesellschaft. Das steht außer Frage. Die Sorge um Gesundheit und Transparenz und um das Vertrauen in medizinische Innovationen verdient deshalb sehr wohl unsere Aufmerksamkeit. Ohne Frage gehören Impfungen zu den größten Erfolgen der Medizin. Sie haben die Pocken ausgerottet, die Kinderlähmung nahezu besiegt und Millionen Menschen vor schweren Infektionen geschützt. Neue Impfstofftechnologien, die während der Coronapandemie eingesetzt wurden, haben dazu geführt, schneller als bisher auf den Krankheitserreger angepasste Impfstoffe entwickeln zu können; hier spreche ich von den mRNA- und den Vektorimpfstoffen. Gleichzeitig müssen wir uns aber vor Augen halten, dass neue Technologien auch neue Gefährdungen hervorbringen können. So sind Langzeitdaten der mRNA-Impfstoffe begrenzt. Es gibt viele offene Fragen zur Immunantwort, zu Nebenwirkungen und auch zu Lipidnanopartikeln. Deshalb ist die Forderung ja auch berechtigt, dass es weitergehende Forschung geben muss. Berichte über Herzmuskelentzündungen, über Autoimmunreaktionen und über Thrombosen sind sehr ernst zu nehmen. Ebenso ist es wichtig, dass all jene Menschen …
