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Britta Müller

29.01.2026 Sitzungen 8/27

Ich bin zwar nicht die Bildungsministerin; trotzdem beantworte ich Ihnen die Fragen gern. Das ist genau die richtige Frage, und so habe ich im Ausschuss deutlich gemacht, dass ich das Fach Gesundheitskompetenz für ein sehr wichtiges Fach halte, halten würde und für seine Einführung plädiere. Das mache ich schon seit zehn Jahren, weil ich dieses Fach mit Blick auf die Entwicklung der Kinder für sehr notwendig an den Schulen halte. Genau darum geht es: um Gesundheitsbildung und Gesundheitskompetenz, aber auch um den Umgang mit sozialen Medien, um den Umgang mit digitalen Endgeräten – alles Faktoren, die auf die physische und psychische Gesundheit der Kinder Einfluss nehmen. Genau das, denke ich, ist wichtig. Wir finden im Kinder- und Jugendbericht, wie ich im AGS ausgeführt habe, erschreckende Daten, insbesondere auch in Bezug auf Adipositas, also übergewichtige Kinder. Es ist deutlich, dass Bewegungsmangel sehr ursächlich ist. All diese Lebensstilfaktoren, die wir sonst mehr bei Erwachsenen beobachtet haben, manifestieren sich jetzt schon im frühen Kindesalter. Deshalb ist es wichtig, sehr früh mit Prävention anzusetzen und den Kindern Gesundheitskompetenz und alles, was daran hängt, zu vermitteln: gesunde Ernährung, wie wichtig Bewegung ist, auch für die psychische Gesundheit der Kinder. Angesichts dieser zu beobachtenden Entwicklungen halte ich solch ein Fach für außerordentlich wichtig. Auf die Lehrpläne habe ich keinen Einfluss. Ich werde aber weiterhin in Richtung der Bildungspolitiker appellieren, über die Etablierung eines solchen Faches nachzudenken. An einigen berufsbildenden Schulen befasst man sich damit, aber das hat natürlich Ausbildungshintergründe, weil das in den Studienlehrplänen steht. Zuletzt zu den von Ihnen angesprochenen Daten aus dem Kinder- und Jugendbericht, dass psychische Erkrankungen bei Kindern jetzt schon in sehr jungem Alter zu beobachten sind – das hatten wir auch besprochen –: Wir hatten in einem Fachgespräch zu Long Covid bei Kindern die Chefärztin aus dem Neuruppiner Klinikum da, die diesen Trend bestätigt hat, dass immer mehr Kinder in Kinder- und Jugendpsychiatrien vorstellig werden. Ich bin keine Psychologin, aber ich kann wiedergeben, was die Chefärztin sagte: Aufgrund der neuen Interaktionen, wie Kinder heute mit sozialen Medien umgehen, fehlt den Kindern die direkte Konfliktaustragung, die wir früher – ich sage mal – von Schule und Sportplatz kannten. Die gibt es nicht mehr; es findet alles über neue Medien statt. – Das hat sie zitiert und auch einige Herleitungen vorgestellt, warum das zu beobachten ist. Das ist also ein vielschichtiges und breites Thema, aber damit befassen wir uns intensiv. Genau dafür gibt es den Kinder- und Jugendbericht: um Schwachstellen im Gesundheitsverhalten und beim Gesundheitszustand der Kinder aufzudecken. Wir haben in dem Kinder- und Jugendbericht aber auch die entsprechenden Maßnahmen dargestellt, die wir ableiten, und ich appelliere weiterhin dafür, dass man dieses Fach Gesundheitskompetenz an Schulen verankern sollte.

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