Ulrike Liedtke
Es wurde eine Kurzintervention von Herrn Abgeordneten Bretz angemeldet. Bitte. Steeven Bretz (CDU):* Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrter Herr Kollege Lüders, ich habe bei Ihrer Rede genau zugehört. Ich finde, Sie haben erstaunlich wenig gesagt. Aber das, was Sie gesagt haben, kann man so nicht stehen lassen. Deshalb möchte ich Ihnen widersprechen. Sie hatten es in der Hand, gemeinsam mit der SPD eine Koalition für Brandenburg zu bauen, zu leben und mit Inhalt zu füllen. Diese Koalition ist an Ihrer Fraktion und explizit an Ihrem Tun als Fraktionsvorsitzender – oder, noch besser formuliert: an Ihrem Unterlassen als Fraktionsvorsitzender – gescheitert. Das möchte ich hier in dieser Klarheit festhalten. (Beifall CDU, vereinzelt SPD sowie des fraktionslosen Abgeordneten André von Ossowski) Ich finde es befremdlich, Herr Kollege Lüders, dass Sie in allen Ihren Reden eines nicht tun, nämlich fragen, was Ihr Anteil gewesen ist, sondern immer mit dem Finger auf andere zeigen. Es sollte Ihnen zumindest zu denken geben, dass fünf Leute Ihre Fraktion verlassen haben. Ich finde, angesichts dessen gehört ein wenig mehr Selbstkritik bei Ihnen dazu. Ich bedauere es sehr, dass Sie zu Ihrer eigenen Verantwortung für das Desaster hier kein Wort verloren haben. (Zuruf vom BSW) Es fällt mir auf, dass Sie im Laufe Ihrer Erzählung, was angeblich andere beigetragen haben, um das Scheitern der Koalition herbeizuführen, immer neue Varianten ins Spiel bringen, auch was die Abfolge der Ereignisse betrifft. Ich empfehle Ihnen sehr, Herr Kollege Lüders, vor Ihrer eigenen Haustür zu kehren. Das wäre ein Beitrag zur Demokratie. Es wäre auch ein Beitrag zur Demokratie, wenn die Menschen draußen im Land erkennen, dass das eine Sprüche sind und das andere Können und Handeln. Ich finde, Demokratie lebt nicht nur von Sprüchen, sondern auch von Leuten, die es können. Darüber sollte man vielleicht auch einmal nachdenken. – Herzlichen Dank. (Beifall CDU und SPD sowie der fraktionslosen Abgeordneten Melanie Matzies und André von Ossowski)
