Udo Wernitz
Nein, danke. Vielleicht nachher. – Wir verstehen die Anliegen der Branche und arbeiten täglich daran, dass unsere Unternehmen die notwendige Unterstützung erhalten. Brandenburg setzt bereits heute wichtige Maßnahmen um. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Gemeinschaftsverpflegung in Kitas, Schulen und öffentlichen Einrichtungen. Mit der Ernährungsstrategie verfolgt das Land Brandenburg drei Ziele: erstens die gesunde Gemeinschaftsverpflegung, zweitens die Stärkung regionaler Wertschöpfungsketten sowie drittens die Förderung von Ernährungswissen und Alterskompetenzen. Die Strategie baut dabei auf bestehenden Maßnahmen auf, versteht sich als fortlaufender Prozess und kommt somit den Menschen in unserem Land zugute. Meine Damen und Herren, eine Weisheit lautet: Wir sind, was wir essen. Dieser Satz zeigt einmal mehr, wie sehr Ernährung, Gesundheit und Lebensqualität miteinander verbunden sind. Ernährung ist nicht nur eine private Entscheidung, sondern man trägt dabei eine gemeinsame Verantwortung. Wir als Land Brandenburg setzen dabei auf Transparenz, Qualität und Regionalität. (Beifall SPD) Das Qualitätszeichen Brandenburg kennzeichnet geprüfte regional – sowohl konventionell als auch biologisch – erzeugte Produkte. Ziel dabei sind eine bessere Verfügbarkeit hochwertiger Lebensmittel, starke regionale Lieferketten, mehr Bio- und Frischprodukte in unseren öffentlichen Einrichtungen, transparente Kontrollen und eine kontinuierliche Unterstützung unserer Landwirtschaft. Das Ziel ist klar: Eine gesunde Ernährung, eine starke regionale Landwirtschaft und das gegenseitige Vertrauen zwischen Produzenten sowie Verbraucherinnen und Verbrauchern hat für uns immer oberste Priorität. Hierzu kann und muss ich die Ausführungen meines Kollegen Johannes Funke zum mehrjährigen Finanzrahmen und zum Mercosur-Abkommen nur stark unterstreichen und den Punkten unseres Entschließungsantrages voll und ganz zustimmen. Die Wettbewerbsfähigkeit muss gerecht verteilt werden, um unsere landwirtschaftlichen Betriebe auch in Zukunft in die Lage zu versetzen, für die Brandenburgerinnen und Brandenburger qualitativ hochwertige Lebensmittel regional zu produzieren. (Beifall SPD und vereinzelt CDU) Meine Damen und Herren, ein weiteres Thema, das immer wieder angesprochen wurde, sind die Fachkräfte bzw. ist der Fachkräftemangel. Besonders in der Ernährungsverarbeitung sind prozentual viele ausländische Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer beschäftigt. Deshalb ist es immens wichtig, dass das Land Brandenburg gute Bedingungen schafft, um ausländische Arbeitskräfte zu akquirieren und sie bei uns im Land zu halten. (Beifall SPD) Eine Politik des Ausländerhasses, wie die AfD sie verfolgt, (Lars Hünich [AfD]: Alter Falter! Was ist denn das für ein Schwachsinn?! – Weitere Zurufe von der AfD) schadet somit nicht nur der Wirtschaft und der Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes. – Es ist so! – Nein, noch viel schlimmer: Sie gefährden damit die Ernährung in unserem Land. (Beifall SPD – Zuruf des Abgeordneten Lars Hünich [AfD]) – Natürlich! Meine Damen und Herren, es sind die Parteien SPD und CDU, die über tragfähige Erfahrungen und über Strategien für eine zukunftsfähige Landwirtschaft verfügen – damit wir auch in 100 Jahren noch Grüne Woche feiern können. – Vielen Dank. (Beifall SPD, vereinzelt CDU sowie der fraktionslosen Abgeordneten Melanie Matzies und André von Ossowski)
