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Udo Wernitz

SPD 28.01.2026 Sitzungen 8/26

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Lassen Sie mich voranstellen, dass ich im ersten Teil meiner Rede nochmals auf die Grüne Woche und die Ernährung und im zweiten Teil eventuell auf die Redebeiträge meiner Kollegen eingehen werde. Meine Damen und Herren, gern greife ich die Ausführungen meines geschätzten Kollegen Johannes Funke auf und schlage den Bogen von der Landwirtschaft zur Ernährung, denn nicht zuletzt entscheidet das, was wir erzeugen, über das, was wir auf unseren Tellern haben. 100 Jahre Grüne Woche sind gleichbedeutend mit 100 Jahren Ernährung in Deutschland, 100 Jahren Ernährung in Europa und ja, auch 100 Jahren Ernährung auf der ganzen Welt. Kaum ein anderer Ort zeigt so eindrucksvoll, wie eng Landwirtschaft, Verarbeitung, Handel und Verbraucherverhalten miteinander verwoben sind. Die Grüne Woche ist zu Recht die Leistungsschau der deutschen Landwirtschaft. (Beifall SPD) Meine Damen und Herren, unsere Ernährung hat sich in den vergangenen 100 Jahren jedoch fundamental verändert. Während vor 100 Jahren noch kalorienreiche Lebensmittel wie Kartoffeln und Brot den Hauptanteil unserer Nahrung ausmachten, sind diese Produkte mengenmäßig derzeit stark zurückgegangen. Der Verbrauch von Fleisch und Fleischprodukten hat sich dabei jedoch nahezu verdoppelt und somit den Schwerpunkt der Lebensmittelerzeugung verschoben. Die einzige Lebensmittelgruppe, die ihren Mengenverbrauch einigermaßen stabil halten konnte, sind die Milch und die aus ihr hergestellten Produkte. Wie hat die Ernährungsbranche auf diese geänderten Verzehrgewohnheiten reagiert? Die Branche hat sich immer wieder neu erfunden und sich mit Innovation und Anpassungsfähigkeit sowie unternehmerischem Mut den Herausforderungen der Zeit gestellt. (Beifall SPD) Jedoch steht die Ernährungsbranche derzeit vor einer intensiven Bewährungsprobe. Mehrere Faktoren machen den Betrieben momentan das Wirtschaften und Erwirtschaften schwer. In zahlreichen Gesprächen auf der Grünen Woche wurden diese Faktoren benannt, diskutiert und wurde in konstruktiven Gesprächen nach Lösungsansätzen gesucht. Ja, auch das gehört zur Grünen Woche. Ein Thema, das in den Gesprächen und auch bei uns im Landtag immer wieder auftauchte, war die Energiesituation, sprich: besonders die Höhe der Preise für den elektrischen Strom. Nicht umsonst fordern wir als SPD-Fraktion – ich möchte hierzu stellvertretend unseren Ministerpräsidenten Dr. Dietmar Woidke so- wie unseren Wirtschaftsminister Daniel Keller nennen – Maßnahmen zur Senkung der Energiepreise. Seit geraumer Zeit treten die genannten Personen vehement für eine Senkung der Strompreise durch die unterschiedlichsten Maßnahmen ein. Dass dieses Engagement Früchte getragen hat, kann man beispielsweise an der Senkung der Netzentgelte sehen. Von dieser Entlastung profitieren die Betriebe bereits heute. (Beifall SPD – Lars Hünich [AfD]: Das ist ja absurd!) – Wenn Sie Redezeit haben, können Sie reden. Jetzt rede ich. (Lachen des Abgeordneten Lars Hünich [AfD]) Ja, es ist so. Sie stören permanent. (Beifall SPD)

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