landtag.brandenburg.de ↗

Ulrike Liedtke

18.12.2025 Sitzungen 8/24

Danke schön. – Es wurde wieder eine Kurzintervention angemeldet. Herr Abgeordneter Hohloch, bitte schön. (Beifall AfD) Dennis Hohloch (AfD):* Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren Abgeordneten! Kollegin Poschmann, im ersten Moment wusste ich gar nicht, was ich zu diesem Redebeitrag sagen sollte. Aber es gibt dann doch eine ganze Menge, worauf man eingehen kann. Zunächst einmal: Ihr Bildungsministerium ist ja mit einem Handyverbot schon vorgeprescht. Zweitens: Wir setzen diese Forderung nicht jedes Weihnachten auf die Tagesordnung, sondern wir beantragen das heute zum zweiten Mal, erweitert um die Schulen der Sekundarstufe I. Wir beantragen das auch deswegen, weil – Sie sagen ja immer, man müsse mit den Jugendlichen reden – es genug Jugendliche gibt, die das wollen. Die Trendstudie „Jugend in Deutschland 2025“ besagt, dass 90 % der Jugendlichen dafür sind. (Vereinzelt Beifall AfD) Ich habe das vorhin schon gesagt, aber das war für Sie ja alles Propaganda. Sie sagten auch, die Schüler teilten auf dem Schulhof Videos. Na wunderbar! Kennen Sie die Klassenchat-Diskussion? Schüler werden in Klassenchats gemobbt, selbst in der Schule. Dieses Handyverbot ist wichtig und richtig, meine Damen und Herren. (Vereinzelt Beifall AfD) Ich gehe jede Wette ein, dass nach Ihrer Polemik hier in einem halben Jahr genau dieses Bildungsministerium den Vorschlag für ein solches Handyverbot vorlegen wird. Oder die Kultusministerkonferenz beschließt ein generelles Handyverbot. Was sagen Sie denn dann, wem das „nützt“? Ich finde es immer herrlich, wenn Sie sagen, das nütze den Leuten, die nicht wollten, dass die jungen Leute in den Medien differenzierte Meinungen kennenlernten. In einer anderen Debatte sagen Sie, wir würden die jungen Leute mit unserer „Propaganda“ in den sozialen Medien beeinflussen. Wenn es mir nur um meine Interessen ginge, würde ich sagen: Sollen die jungen Leute doch den ganzen Tag am Handy sein! Dann sehen sie jeden Tag Videos von der AfD und die Zustimmung zu unserer Partei wird noch größer, meine Damen und Herren. (Vereinzelt Beifall AfD) Aber darum geht es mir nicht. Ich möchte, dass die Kinder in der Schule etwas lernen. (Vereinzelt Beifall AfD) Dass Sie immer noch nicht verstanden haben, was der Unterschied zwischen einem Fachgespräch zur künstlichen Intelligenz im Unterricht bzw. im Lehrbetrieb und der Forderung nach einem Handyverbot ist – Sie sprachen unzutreffend von „Entdigitalisierung“ –, zeigt mir, dass Sie von Bildungspolitik keine Ahnung haben. Ihre Fraktion täte besser daran, endlich einmal eine richtige Bildungspolitikerin nach vorn zu stellen. (Vereinzelt Beifall AfD) Selbstverständlich müssen wir über künstliche Intelligenz im Unterricht und im Schulbetrieb reden. Sie haben das im Ausschuss zweimal abgelehnt. Warum? Weil der Antrag von der AfD kam. Sie werden heute auch das Handyverbot ablehnen, weil der Antrag von der AfD kommt …

Alle Reden von Ulrike Liedtke Protokoll ↗