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Ulrike Liedtke

18.12.2025 Sitzungen 8/24

Bitte fahren Sie in Ihrer Rede fort. Dennis Hohloch (AfD):* Nein, ich will die Frage noch beantworten, Frau Präsidentin. – Die Frage war ja, ob mir das bekannt sei und ob die Aufgabe nicht bei den Eltern liege – das ist das eine. Die Sache ist die: Wir haben in diesem Land eine Schulpflicht, und dadurch sind die Kinder verpflichtet, einen gewissen Teil ihres Tages in der Schule zu verbringen. Dann muss sich selbstverständlich der Staat darüber Gedanken machen, wie er mit dem Problem der Handynutzung umgeht. Ich will gar nicht auf die einzelnen Familien eingehen, die das vielleicht nicht hinkriegen; es gibt immer Vernachlässigung, es gibt immer schlimme Fälle von Kindeswohlgefährdung, aber das ist nicht der Maßstab, nach dem wir uns richten. Wir richten uns in dem Fall – auch hier bei dem Antrag – danach, dass wir die Zeit in der Schule gestalten und beeinflussen müssen, weil wir die Eltern ja verpflichten, ihre Kinder in die Schule zu schicken. – Ich hoffe, das hat die Frage beantwortet. Meine Damen und Herren, es gibt ja auch Gründe, warum gerade im Silicon Valley nicht mehr digital unterrichtet wird. Anfang der 2 000er-Jahre hat man das sehr schnell eingeführt, um es dann noch schneller wieder zurückzudrehen. Im Silicon Valley, wo wirklich die Digitalkonzerne, die Digitalprofis und die Informatiker sitzen, wird nach Waldorf unterrichtet – vor allem analog und nicht digital. Deutsche Forscher haben bereits 2023 ein Moratorium für die Digitalisierung gefordert, über 40 Wissenschaftler forderten von der Kultusministerkonferenz ein Moratorium zur Digitalisierung in Kindergärten und vor allem in Grundschulen. Die Aussage war – ich zitiere –: „Es müssen zuerst die Folgen der digitalen Technologien abschätzbar sein, bevor weitere Versuche an schutzbefohlenen Kindern und Jugendlichen mit ungewissem Ausgang vorgenommen werden.“ Das Karolinska-Institut knüpft nahtlos an und verschärft die Aussage sogar und sagt, Digitalisierung sei nicht lernerfolgssteigernd. Entwicklungspsychologisch ist das nicht zu rechtfertigen, und es ist vor allem komplett evidenzbefreit, meine Damen und Herren. Zitat: „[Die Politik scheine] sich überhaupt nicht bewusst zu sein, dass die Forschung gezeigt hat, dass die Digitalisierung der Schulen große, negative Auswirkungen auf den Wissenserwerb der Schüler hat.“ Damit ist das wissenschaftlich belegt, meine Damen und Herren. Es ist belegt, dass es keine Belege dafür gibt, dass Digitalisierung einen positiven Einfluss auf den Wissenserwerb hat. Das zeigen uns auch die Vergleichsstudien. Die Digitalisierung wird in Brandenburg vorangetrieben und der IQB sowie die Internationale Grundschul-Lese-Untersuchung zeigen, dass unsere Kinder in großen Teilen nicht mehr lesen, schreiben und rechnen können. Aufgrund dessen hat die AfD-Fraktion im Jahr 2024 erstmals einen Antrag zur Entdigitalisierung der Schulen vorgelegt und im Januar 2025 ein Handyverbot an Schulen gefordert. Wie sahen die Reaktionen aus? Die Abgeordnete Poschmann sagte Folgendes – ich zitiere –: Zeigen Sie mir eine Grundschule in Brandenburg, wo das Handy auf dem Tisch liegt. So ein Quatsch, das gibt es einfach nicht. Ja, meine Damen und Herren, so blöd sind unsere Schüler nun auch nicht, dass sie ihr Handy auf dem Tisch liegen lassen. Sie wissen ganz genau, wie früher, als es noch keine Handys gab, gespickt wurde, obwohl es verboten war.

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