Oliver Skopec
Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Dass ich dazu das Wort ergreife, wird Sie überraschen; denn das ist nicht mein fachpolitischer Beritt. Aber als Vater von fünf jungen Kindern triggert mich dieses Thema auch persönlich. Das erscheint mir als gute Gelegenheit, um in Ergänzung zu den sehr interessanten und tiefgehenden Ausführungen, die alle meine Vorrednerinnen und Vorredner getätigt haben, einen weiteren Punkt anzusprechen, der mir wichtig ist. (Dennis Hohloch [AfD]: Das ist eine Kurzintervention!) – Ich interveniere sozusagen auf die Ausführungen der Ministerin zu den Fragen, welche Maßnahmen noch möglich sind und wie wir auch in der Prävention besser werden können. Der erste Punkt, den ich ansprechen möchte, ist folgender: Ich habe in Gesprächen mit Mitarbeitern in Jugendämtern und mit Bürgern im Wahlkreis verstanden, dass dann, wenn es zu festgestellter Unfähigkeit zur Erziehung – ich weiß nicht, wie man das genau bezeichnet – kommt, die Eltern entsprechend therapiert und die Kinder separat betreut werden. Ein spezielles Problem entsteht dann, wenn es um das langfristige Auskurieren innerfamiliärer Misshandlungsfälle geht. Ich rege an, zu prüfen, ob sich die Therapieformen für erziehungsunfähige Eltern und für die Kinder nicht zusammenführen lassen. Ich habe aus den Gesprächen mitgenommen, dass das oft ein pragmatischer, zielführender Weg wäre, um der Wiederkehr entsprechender innerfamiliärer Fälle mittelfristig vorzubeugen. Ich wollte die Gelegenheit ergreifen, um in Ergänzung zu den vorherigen Ausführungen diesen Punkt zu platzieren, und hoffe, dass wir ihn irgendwann in der politischen Debatte aufgreifen können. – Vielen Dank. (Beifall BSW, SPD und CDU)
